Coronavirus

Expertengruppe soll Gesundheit nach Shutdown untersuchen

Expertengruppe soll Gesundheit nach Shutdown untersuchen

Expertengruppe soll Gesundheit nach Shutdown untersuchen

Ritzau/kj
Vejle
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Der Shutdown im Frühjahr und im Winter hat die Gesundheit der dänischen Bevölkerung wohl oder übel beeinträchtigt, sagt die Vorsitzende des Regionsverbandes Danske Regioner, Stephanie Lose (Venstre). Foto: Unsplash/Ben White

Die Regionen setzen ein Expertenkomitee ein, das sich mit der Gesundheit und dem Wohlbefinden der Bürgerinnen und Bürger nach dem Shutdown befasst.

Sind während des Shutdowns weniger Menschen zum Arzt gegangen, auch wenn sie Symptome einer schweren Krankheit hatten?

Wenn ja, welchen Einfluss hat dies auf die Krankheitsentwicklung und was kann getan werden, um die verlorene Zeit aufzuholen?

Dies sind einige der Fragen, mit denen sich ein Expertengremium des dänischen Regionsverbandes Danske Regioner befassen wird.

Es wird darum gehen, die Folgen des Shutdowns aufzudecken, die wir in der dänischen Gesellschaft während der Corona-Krise erlebt haben.

Stephanie Lose, Vorsitzende des Regionsverbandes

„Es wird darum gehen, die Folgen des Shutdowns aufzudecken, die wir in der dänischen Gesellschaft während der Corona-Krise erlebt haben“, sagt die Vorsitzende des Regionsverbandes, Stephanie Lose (Venstre).

„Das Komitee wird sich mit negativen Folgen der Isolation befassen, in der wir gelebt haben, mit gesundheitlichen Folgen von Krankheiten, die nicht erkannt wurden oder mit schlechtem psychischem Wohlbefinden“, sagt sie.

Gesundheitsbehörde Teil des Gremiums

Die Regionen haben sich mit Fachleuten aus der Gesundheitsbranche, Patientenorganisationen und Vertreterinnen und Vertretern medizinischer Fachgesellschaften zusammengeschlossen.

Dem Gremium gehören auch die Kommunen, das Gesundheitsministerium, die Gesundheitsbehörde und die Gesundheitsdirektoren aus den fünf Regionen an.

Die Expertenkommission wird sich nicht damit befassen, wie die Regierung und die Gesundheitsbehörden mit der Corona-Krise umgegangen sind.

Folgen des Shutdowns

Das Gremium wird sich ausschließlich mit den gesundheitlichen Folgen des Frühjahrs- und Wintershutdowns für die Bürgerinnen und Bürger beschäftigen.

„Wir werden uns auf ein breites Spektrum von Themen konzentrieren. Sowohl chronische Krankheiten, Mehrfacherkrankungen, Krebs, Herz-Kreislauf-Erkrankungen, psychische Erkrankungen, Wohlbefinden und öffentliche Gesundheit“, sagt Stephanie Lose.

Die psychische Gesundheit ist eines der Dinge, die im Fokus stehen wird.

Stephanie Lose, Vorsitzende des Regionsverbandes

Sie selbst vermutet, dass Corona einen besonders hohen Preis in Form von Entbehrung und Isolation gefordert hat.

„Die Untersuchung muss zeigen, wo es am schlimmsten ist. Aber ich denke, die psychische Gesundheit ist eines der Dinge, die im Fokus stehen wird“, sagt Stephanie Lose.

Vorschläge für Verbesserungen

Die Experten werden nicht nur darauf schauen, wo etwas aus dem Lot geraten ist. Sie müssen auch Ideen entwickeln, wie sie die verlorene Zeit wieder aufholen können.

Laut der Vorsitzenden ist während der Corona-Krise nicht alles schiefgelaufen.

Es kann auch positive Folgen geben, wo einige Gruppen in der Gesellschaft davon profitiert haben, dass sich das Tempo in einigen Bereichen verlangsamt hat.

Stephanie Lose, Vorsitzende des Regionsverbandes

„Es kann auch positive Folgen geben, wo einige Gruppen in der Gesellschaft davon profitiert haben, dass sich das Tempo in einigen Bereichen verlangsamt hat“, sagt Stephanie Lose.

Das Gremium wird am 20. April zum ersten Mal tagen. Die Diskussionen werden laufend öffentlich gemacht.

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