Infrastrukturplan

H. C. Schmidt freut sich: Zweite Autobahn nach Hadersleben soll kommen

Cornelius von Tiedemann
Cornelius von Tiedemann Stellv. Chefredakteur
Kopenhagen
Zuletzt aktualisiert um:
Verkehrsminister Ole Birk Olesen (Liberale Allianz, Bildmitte) bei der Präsentation des Infrakstrukturplanes Foto: Liselotte Sabroe/Ritzau Scanpix

Angekündigt war sie schon lange, jetzt haben Regierung und DF Nägel mit Köpfen gemacht und kurz vor der Wahl unter anderem beschlossen, die Autobahn entlang des historischen Ochsenweges zu bauen.

Insgesamt 112,7 Milliarden Kronen stecken Regierung und Dänische Volkspartei kurz vor der Wahl noch in Infrastrukturprojekte, davon auch einen Teil in eine neue Autobahn, die Hadersleben und damit Nordschleswig (und Deutschland) mit dem mittleren Jütland und der Stadt Skive verbindet.

Der ehemalige Transportminister Hans Christian Schmidt (Venstre) hat lange für das Projekt gekämpft und in seiner Zeit die Machbarkeitsuntersuchungen veranlasst. 5,8 Milliarden soll es kosten, wenn die Autobahn („Hærvejsmotorvejen“) östlich an Billund vorbeiführen soll und 7,5 Milliarden, wenn es die westliche Trasse wird.

„Ich freue mich natürlich, dass wir jetzt eine Mehrheit gefunden haben, das Geld bereitzustellen und diese Autobahn bauen, denn wir brauchen sie hier in Südjütland“, so Schmidt im Gespräch mit dem „Nordschleswiger“.

„Der Verkehr ist so enorm dicht, wenn man nördlich von Hadersleben in Richtung Kolding und Vejle blickt. Transportfirmen berichten, dass es bis zu einer Stunde extra dauert, wenn sie da lang müssen“, so Schmidt. „Aber klar ist es auch für ganz Südjütland, Pendler, Bürger, die Wirtschaft, Sommerhaus-Verkehr und das alles sehr wichtig, dass wir eine gute Infrastruktur haben.“

2023 soll Baubeginn sein, dann wird Hadersleben zum „Knotenpunkt“, so Schmidt.

Sämtliche Verkehrsprojekte im neuen Infrastrukturplan auf einen Blick. Mittig in Jütland: Die neue Autobahn nach Hadersleben. Foto: Finansministeriet

450 neue Autobahnkilometer

Neben dieser Autobahn sollen auch weitere entstehen. So ist eine dritte Limfjord-Verbindung beschlossen worden, und im nördlichen Seeland werden die Hillerød- und die Frederikssund-Autobahn verlängert. Von 2021 bis 2030 sollen die Projekte beginnen. Die E45 soll in Ostjütland ausgebaut werden und die Fünen-Autobahn südlich von Odense.

Insgesamt 450 Kilometer neue Straßen sollen laut Finanzminister Kristian Jensen (Venstre) entstehen.

In Sachen Eisenbahn ist der Plan weniger ambitioniert – aber zwischen Vejle und Billund soll ab 2023 eine neue Zugverbindung entstehen.

Zugleich wird die „Togfonden“-Absprache aufgekündigt. Die hatte zum Ziel, dass zwischen den großen Städten des Landes höchstens eine Stunde Zugfahrzeit liegen sollte. Das bedeutet auch, dass die neue Brücke über den Vejlefjord nicht umgesetzt wird.

Mehr lesen