Infrastruktur

Schneller, fließender und effektiver: Fuglsang freut sich auf den Anschluss

Ute Levisen
Ute Levisen Lokalredakteurin
Hadersleben/Haderslev
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Kim Fuglsang mit dem früheren Transportminister Hans Chr. Schmidt (Venstre, Woyens), der in seiner Zeit als Minister das Umweltverträglichkeitsgutachten für den Streckenverlauf auf den Weg brachte. Foto: Ute Levisen

Die Kommune Hadersleben bekommt ihren Anschluss an die geplante Autobahn zwischen Hadersleben und Give. Entsprechend groß ist die Begeisterung in der Brauerei Fuglsang. „Darüber sind wir sehr, sehr froh“, sagt Direktor Kim Fuglsang, denn mit dieser Entscheidung wird Fuglsangs Mälzerei in Thisted ein wenig näher an den Haderslebener Damm rücken.


Mit der Infrastrukturstrategie, auf die sich Regierung und Dänische Volkspartei am Mittwoch einigten, wird die Domstadtkommune Hadersleben – zumindest aus infrastruktureller Sicht – zum Nabel der Welt. Seit Jahren bereits kämpfen und hoffen Repräsentanten aus Wirtschaft und Politik auf einen Anschluss bei Hadersleben Nord an der Autobahn E45. Seit Mittwoch ist dieser nun beschlossene Sache – und entsprechend groß die Freude in der Brauerei Fuglsang. Rückt damit doch die Mälzerei des Familienunternehmens in Thisted, Nordjütland, zumindest zeitlich näher an den Haderslebener Damm – und damit an den Stammsitz von Fuglsang.

Ein absoluter Vorteil

„Für uns wird dieser Autobahnanschluss ein absoluter Vorteil sein – und ein langgehegter Wunsch geht in Erfüllung“, sagt Direktor Kim Fuglsang.
Die Brauerei und Mälzerei Fuglsang ist wie viele andere Unternehmen von einem gut ausgebauten Straßennetz abhängig, da sie vornehmlich Kunden in Norddeutschland mit Malz aus dem nordjütischen Thisted beliefert. Fuglsang kennt daher das Nadelöhr, in das die Lastzüge des Unternehmens bei Kolding, Fredericia und auch bei Middelfart geraten, aus eigenem Erleben: „Auf diesem Straßennetz herrscht ein enormer Druck und daher ist es oft verstopft.“

Mit einer neuen Autobahn von Hadersleben nach Give würde man den Güterverkehr auf diesen Strecken wesentlich entlasten.

Repräsentanten aus Politik und Wirtschaft, hier am Firmensitz von Schondelmeier in Hammeleff, setzen sich seit Jahren für einen Anschluss ein. Foto: Ute Levisen

Auswirkung auf die Wettbewerbsfähigkeit

„Damit werden unsere Lkw-Transporte schneller, fließender und effektiver, was sich letztlich auch auf unsere Konkurrenzfähigkeit auswirkt“, so der Direktor.
Die Brauerei und Mälzerei Fuglsang mit Hauptsitz in Hadersleben ist einer der größten Malzproduzenten in Dänemark.

Hadersleben Nord

Unternehmen aus der Kommune Hadersleben und der Stadtrat haben sich seit Jahren für einen Autobahnanschluss bei Hadersleben Nord/Christiansfeld starkgemacht. Die landesweite Infrastrukturstrategie, die auch eine Trassenführung von Hadersleben nach Give vorsieht, hat ein Gesamtvolumen von 112,7 Milliarden Kronen, wovon 5,8 bis 7,5 Milliarden Kronen auf die neue mittjütische Autobahn entfallen. Der veranschlagte Preis wird von der Linienführung abhängig sein.

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