Haushalt und Technik

Versicherung warnt vor Wasserschäden in Häusern

Versicherung warnt vor Wasserschäden in Häusern

Versicherung warnt vor Wasserschäden in Häusern

Aarhus
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Lecks in Wasserleitungen an Straßen wie auf dem Foto in Tingleff (Tinglev) bleiben nicht lange unentdeckt. In Häusern fallen Schäden an den Rohren oft zu spät auf. Foto: Volker Heesch

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In Dänemark werden immer mehr Schäden durch Lecks in überalterten privaten Leitungen verursacht. Wasserversorger mt modernen digitalen Wasseruhren warnen Hauseigentümerinnen und -eigentümer.

In vielen Orten auch in Nordschleswig werden die Haushalte über unterbrochene Trinkwasserlieferungen unterrichtet. Grund sind immer wieder Lecks in den Versorgungsnetzen, die wie beispielsweise in Tingleff (Tinglev) über mehrere Jahre durch Verlegung neuer Leitungen behoben werden. Allerdings werden nicht nur Wasserleitungen entlang der Straßen meist wegen Überalterung undicht.

Schäden im privaten Haus nehmen zu

Nach Angaben der dänischen Versicherungswirtschaft werden immer mehr Schäden auch an privaten Wasserleitungen in Häusern gemeldet. Laut Branchenverband „Forsikring & Pension“ waren es im Jahr 2020 nicht weniger als 57.000 Fälle. Das sind zehn Prozent mehr als 2019. Die Zeitung „Jyllands-Posten“ berichtet, dass es einen Boom bei den Wasserschäden in Häusern gibt, weil in vielen Häusern, die in Jahren des Baubooms der 1960er und 1970er Jahre errichtet worden sind, die Leitungen ein Alter erreicht haben, dass Lecks häufiger werden oder Dichtungen nicht mehr halten.

In einem Schacht vor dem Haus weist dieser Absperrhahn vor der Wasseruhr ein Leck auf. Schlimmer sind die Folgen, wenn Wasser lange unsichtbar in Fußböden aussickert. Foto: Volker Heesch

Fatal sei, dass viele Lecks lange unentdeckt bleiben, weil mitunter erst nur kleine Mengen Wasser aussickern. Der Chef der Versicherung „Topdanmark“, Peter Hermann, berichtet, dass es Fälle gibt, wo die unentdeckten Lecks zu Schäden in Millionenschäden geführt haben. Auch vor diesem Hintergrund bietet das Unternehmen Geräte an, die die Hausbesitzer alarmieren, wenn plötzlich deutlich mehr Wasser durch die Leitungen rauscht, möglichweise aus einem Leck.

„Tønder Forsyning" warnt Verbraucher

Die Versorgungsgesellschaft „Tønder Forsyning“, die in weiten Bereichen der Kommune Tondern (Tønder) für die Versorgung mit Trinkwasser zuständig ist, hat die Haushalte mit Wasseruhren ausgestattet worden, die eine digitale „Fernablesung“ des Verbrauchs ermöglichen. Das System wird auch genutzt, um Hausbesitzer auf Lecks aufmerksam zu machen, aufgedeckt durch schlagartig gestiegene Verbrauchswerte der Uhren. In vielen Fällen konnten schlimmere Schäden verhindert werden. Es lohnt sich auch, sich einmal die Versicherungsbedingungen anzusehen, denn es werden oftmals nur Schäden durch Lecks in unsichtbaren Bereichen des Leitungssystems gedeckt. Es empfiehlt sich deshalb auch, die Schläuche zur Versorgung von Spülkästen und Duschkabinen im Auge zu behalten, damit es nicht zu unangenehmen nassen und finanziellen Überraschungen kommt.

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