Umwelt und Natur

Löffler brüten erstmals an der dänischen Ostküste

Löffler brüten erstmals an der dänischen Ostküste

Löffler brüten erstmals an der dänischen Ostküste

Aarhus
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Löffler sind im Wattenmeer bei Hoyer zu sehen. Sie brüten im benachbarten deutschen Teil des Wattenmeers. Foto: Volker Heesch

Der dänische Vogelschutzverband DOF meldet Bruten der erst seit zwei Jahrzehnten in Dänemark auf dem Vormarsch befindlichen Art an 12 Lokalitäten. Art profitiert vom Klimawandel.

Vor gut zwei Jahrzehnten gehörten die zu den Ibissen zählenden Löffler (dän. Skestork) zu den sehr seltenen Brutvögeln in Dänemark. Nachdem die Vögel mit ihrem charakteristischen Schnabel von den Niederlanden aus über die deutsche Wattenmeerküste Brutplätze am Limfjord, Westjütland und im Bereich des Wattenmeers bei Esbjerg fanden, haben die auffälligen Küstenvögel in diesem Jahr erstmals auch im Bereich der Ostküste Junge aufgezogen.

Brut auf Insel vor Fünen

Auf einer kleinen Insel in Lillestrand an der Halbinsel Fyns Hoved an der Insel Fünen ist ein Brutpaar beobachtet worden, berichtet der Vogelschutzverband „Dansk Ornitologisk Forening“ (DOF). Der Biologe am Institut für Bioscience an der Universität Aarhus, Thomas Bregnballe, geht davon aus, dass die Löffler sich in Dänemark weiter ausbreiten.

„Wir können erwarten, dass sie sich an vielen Orten im östlichen Teil Dänemarks etablieren“, so der Wissenschaftler. Aktuell sind 21 Vorkommen und 12 Brutreviere in Dänemark bekannt. Besonders geeignet seien für die Löffler, die mit ihren Schnäbeln kleine Wassertiere fischen, kleine Insel im Flachwasserbereich südlich von Fünen, im Odense und Roskilde Fjord. Im Bereich des Kleinen Belts könnten für die Vögel auch kleine Inseln bei Aarö interessant sein, denn dort sind sie weitgehend sicher vor Füchsen, Minks und Marderhunden.

Brut zusammen mit Silbermöwen

Die Löffler brüten oft in Gemeinschaft mit Silbermöwen, die für die langbeinigen Löffler als eine Art Wächtertruppe wirken. Die größte dänische Löfflerkolonie liegt im Bereich der Mündung der Skjern Å. Dort brüten 249 Paare. Profitiert haben die Löffler auf jeden Fall vom Klimawandel. Nachdem sie im 20. Jahrhundert nur vereinzelt in Dänemark gebrütet haben, ziehen sie seit 1996 alljährlich Junge

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