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Züge fahren wieder: Streik legte den Zugverkehr lahm

Züge fahren wieder: Streik legte den Zugverkehr lahm

Züge fahren wieder: Streik legte den Zugverkehr lahm

ritzau/gn/cvt
Kopenhagen/Nordschleswig
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Auf Seeland fuhren am Montagmorgen keine Züge. Foto: Philip Davali, Ritzau/Scanpix

Die DSB-Angestellten haben am späten Nachmittag die Arbeit wieder aufgenommen. Fernverkehr, regionale Züge und S-Bahnen auf Seeland fuhren am Montag nicht. Auch Züge nach Nordschleswig waren betroffen.

Die Angestellten der dänischen Staatsbahnen DSB haben am Montagnachmittag die Arbeit nach einem Streik seit den frühen Morgenstunden wieder aufgenommen. Das teilte DSB mit. Dies habe zur Folge, dass auch der Zugverkehr wieder aufgenommen werde, so Tony Bispeskov, Pressesprecher des Unternehmens.

Die Fahrpläne könnten nicht umgehend überall wieder eingehalten werden, der Betrieb werde schleppend wieder aufgenommen, so Bispeskov.

Der Zugverkehr war am frühen Montagmorgen in großen Teilen des Landes lahmgelegt. Der Grund: die Lokführer streikten. Betroffen waren regionale Züge und S-Bahnen in der Hauptstadt, aber auch Fernverbindungen nach Jütland.

„Wir fordern die Passagiere dazu auf, Alternativen zu finden und sich online über die Situation zu informieren", sagte Bispeskov am Morgen.

DSB ersetzte die Züge nicht durch Busse. So viele Busse gebe es gar nicht, so Bispeskov.

Noch keine neue Absprache getroffen

Die bei DSB angestellten Lokführer sind damit unzufrieden, dass DSB noch keine neue Absprache mit der Gewerkschaft der Eisenbahner, Jernbaneforbundet, getroffen hat. 2017 löste sich DSB von den staatlichen Absprachen und wechselte zum Arbeitgeberverband Dansk Industri.

Seitdem hat sich das Verhältnis zwischen DSB und den Angestellten verschlechtert, unter anderem, weil einer Reihe von Arbeitszeitabsprachen gekündigt wurde. Jernbaneforbundet akzeptierte außerdem bereits, die Anzahl der Vertrauenspersonen von 99 auf 41 zu reduzieren.

Bisher hat die Gewerkschaft die neue Absprache aber noch nicht unterzeichnen wollen, da einiges ungeklärt ist. Weil die alte Absprache zwischen DSB und Jernbaneforbundet am Montag auslief, riefen anonyme Mitarbeiter zu einem Blitzstreik auf. Die Parole: Ohne Vertrauensleute keine Arbeit.

Die Gewerkschaft forderte ihre Mitarbeiter Montagvormittag dazu auf, die Arbeit wieder aufzunehmen.

Sympathieaktion

Die Verkehrslage in Kopenhagen wurde zusätzlich dadurch verschlechtert, dass am Montagvormittag sieben bis acht LKWs den Busverkehr behinderten. Laut Polizei war von einer Sympathieaktion die Rede. Die Blockade wurde jedoch wenig später wieder aufgelöst.

Streik am Flughafen

Auch am Kopenhagener Flughafen wurde gestreikt. Rund 70 Mitarbeiter von Copenhagen Flight Service, die das Gepäck für Billigfluggesellschaften wie Ryanair und Easyjet abfertigen, packten am Morgen keine Gepäckstücke an. Der Streik hat Montagmorgen aber nicht zu Flugabsagen geführt. Um 11.20 Uhr wurde die Arbeit wieder aufgenommen.

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