Urbanisierung

„Engel Parken“: Neues Wohnviertel auf 32.000 Quadratmetern

„Engel Parken“: Neues Wohnviertel auf 32.000 Quadratmetern

„Engel Parken“: Neues Wohnviertel auf 32.000 Quadratmetern

Hadersleben/Haderslev
Zuletzt aktualisiert um:
Torben Strøm und Jørgen Hansen stehen der Firma Engel als Immobilienmakler bzw. als beratender Ingenieur zur Seite. Foto: Ute Levisen

„Ist schon merkwürdig, dass es das Gebäude bald nicht mehr geben wird“, sagt eine Anwohnerin und weist auf den einstigen Hauptsitz der Firma Engel. Binnen eines Monats kommt dort die Abrissbirne zum Einsatz. Im Gegenzug entsteht im „Hinterhof“ des früheren Konzerndomizils ein neues Wohnviertel: „Engel Parken“.

Eigentlich hatte der erste Spatenstich für die erste Etappe des „Engel Parken“ in dieser Woche erfolgen sollen. Wie so vieles andere fiel das Ereignis der Corona-Pandemie mit den jüngst verschärften Auflagen zum Opfer.

Solsortehaven im Engel Parken

Doch man weiß sich zu helfen: Immobilienmakler Torben Strøm und Jørgen Hansen, der Firma Engel als beratender Ingenieur zur Seite steht, laden ein zur Ortsbegehung. Zwischen Bøndergaardene und Solsortevej entstehen im Rahmen der ersten Bauphase zehn Häuser des neuen Wohnviertels. Solsortehaven wird dieser Teil des „Engel Parken“ heißen.

Die Arbeiten im Rahmen der ersten Etappe des Bauprojekts sind in vollem Gange. Foto: Ute Levisen

Richtfest im Frühling – Einzug im Sommer

Die Baumaschinen für die erste Etappe sind bereits angerollt. Gegenwärtig werden auf dem Grundstück Rohre für die Fernwärme und Abwasserleitungen verlegt. Im Januar soll das Fundament fertig sein, wie Ingenieur Hansen erläutert. Im Februar, spätestens im März, ist das Richtfest geplant – und bereits im August kommenden Jahres werden die Häuser einzugsfertig an die neuen Besitzer übergeben.

Das einstige Hauptgebäude der Firma Engel wird dem Erdboden gleichgemacht. Foto: Ute Levisen

Mehr als die Hälfte vergeben

Makler Strøms Aufgabe ist es, die Immobilien an den Mann bzw. die Frau zu bringen. Und die geplanten Häuser gehen weg wie warme Semmeln:

Mehr als die Hälfte der zehn Häuser aus der ersten Etappe seien bereits vergeben, verrät Strøm. Insgesamt entstehen im „Engel Parken“ zwischen 140 und 145 Wohnungen verschiedener Größen und Preisklassen, angefangen bei rund 1,7 Millionen bis rund 2,4 Millionen Kronen.

Carl Engel, hier mit Bürgermeister H. P. Geil, bei der Vorstellung des Projektes im Juni 2018 Foto: Ute Levisen

Neues Wohnviertel im einstigen Gewerbegebiet

„Mitten in Hadersleben wird auf einer Fläche von 32.000 Quadratmetern einstiger Gewerbefläche neuer Wohnraum entstehen“, sagt Strøm. Vor allem Bewohner von Einfamilienhäusern, die sich mit zunehmendem Alter verkleinern wollen, sind an einer neuen Bleibe im „Engel Parken“ interessiert. Von außen sehen die Häuser zwar eins aus: „Innen aber können die neuen Besitzer ihr Heim nach Lust und Laune gestalten.“

Die Familie Engel, hier zu sehen beim ersten Spatenstich für das Wohnungsbauprojekt des HAB auf dem einstigen Firmengelände Foto: Ute Levisen

Lokale Handwerker berücksichtigt

Bei der Ausschreibung für das neue Wohnviertel der Domstadt seien lokale Handwerksfirmen als Unterlieferanten des Generalauftragnehmers „Gråkjær“ aus Holstebro berücksichtigt worden, sagt Jørgen Hansen: Auf ausdrücklichen Wunsch der Firma Engel.

Attraktive Angebote für Einheimische und Zuzügler

Makler Strøm merkt man die Begeisterung über das neue Wohnviertel an. Insgesamt, so sagt er, werden in Hadersleben allein in den kommenden 18 Monaten mehr als 410 neue Wohnungen bzw. Häuser entstehen und damit attraktive Wohnungsangebote für Einheimische und Zuzügler.

Trend zum ländlichen Raum

„Diese Form der Urbanisierung beobachten wir in allen dänischen Kommunen. Sie trägt dazu bei, dass sich die Leute auch außerhalb der Ballungsgebiete nach einem neuen Wohnsitz umschauen“, sagt Makler Strøm. „Vor allem, wenn sie merken, dass sie für die gleiche Summe, die sie beispielsweise in Kopenhagen für 100 Quadratmeter zahlen, bei uns ein ganzes Schloss bekommen.“

Mehr lesen

Leserbrief

Martin Christiansen
„Nachruf auf den Tod von Gerhard Rossen“

Leserbrief

Martin Christiansen
„Vergleiche unterschiedlicher Gewichtungen“