Roter Wasserturm

Hoch hinaus mit bunten Schmetterlingen und Weihnachtssternen

Hoch hinaus mit bunten Schmetterlingen und Weihnachtssternen

Hoch hinaus mit bunten Schmetterlingen und Weihnachtssternen

Karin Friedrichsen
Karin Friedrichsen Journalistin
Hadersleben/Haderslev
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Lasse Petersen hat die „Schmetterlings-Skulptur" in den Wasserturm verlegt.
Lasse Petersen hat die „Schmetterlings-Skulptur" in den Wasserturm verlegt. Foto: Karin Riggelsen

Die Skulptur namens „Schmetterlingsleben“ wird am Sonnabend im Roten Wasserturm eingeweiht. Der Weihnachtsmann knipst die beiden Weihnachtssterne an. Und die Vorstandsmitglieder hoffen auf großes Publikum, denn sie haben für 2020 noch einiges in petto.

Rund 90 Schmetterlinge haben Einzug gehalten in den Roten Wasserturm. Die Skulptur, die im August am Hafen eingeweiht wurde, schmückt nun den 1924 erbauten Wasserturm. Von tiefroten Farben bis zu kühlen Blautönen: Die beiden Vorstandsmitglieder der körperschaftseigenen Einrichtung „Det Røde Vandtårn“, Lasse Petersen und Holger Eskildsen, haben zwei Tage an dem Aufbau der Ausstellung gearbeitet, denn ihnen ist wichtig, die Schmetterlinge ins rechte Licht zu rücken. Die Vernissage am Sonnabend, 30. November, wird um 15.45 Uhr eingeleitet.

„Wir sind treppauf und treppab gelaufen. Haben uns ausgetauscht und Schmetterlingsfiguren hin und her verschoben. Irgendwann klappte es dann“, erzählt Lasse Petersen. Die Schmetterlinge verteilen sich über drei Stockwerke. Plan ist vorerst, dass sie so lange im Wasserturm bleiben, bis die angedachten Umbaupläne in Angriff genommen werden können. Die Vorbereitungen auf die Renovierung des Innenraums des Wasserturms laufen laut Lasse Petersen auf Hochtouren.

Die Schmetterlinge verteilen sich auf drei Stockwerke. Foto: Karin Riggelsen

Schmetterlingsleben ist umgezogen

Die Skulptur namens Schmetterlingsleben ist ursprünglich von Petersen und dessen Künstlerfreunden Felix Pedersen und Bruno Kjær sowie Fünftklässlern aus den drei kommunalen Schulen Sønder Otting Skole, Hoptrup Skole und der Gemeinschaftsschule Favrdal Fjelstrup gestaltet worden. Nach der Vernissage Ende August waren die farbintensiven Schmetterlinge aus Holz mehrere Wochen der Hingucker am Honnørkajen.

Nach Abschluss der Ausstellung im Wasserturm wandern die Holz-Schmetterlinge als Dekoration an einen Giebel, so der Plan von Kunstinitiator Lasse Petersen. Foto: Karin Riggelsen

Einweihung mit allem, was dazugehört

Die Ausstellungseröffnung beginnt mit einer musikalischen Einlage von Musikschulchef Jesper Ry. Kjeld Thrane (Kons.), Vorsitzender des Kulturausschusses. Er eröffnet die Ausstellung um 16 Uhr. Danach steht ein Konzert mit „TheClowns“ auf dem Programm.

Der Weihnachtsmann kommt um 17 Uhr, um die beiden Weihnachtssterne, die bei der Außenrenovierung an der Turmspitze angebracht wurden, anzuknipsen. Der Abschluss dieses Projekts, das rund 3,7 Millionen Kronen gekostet hat, konnte im November 2018 gefeiert werden.

Rauschebart knipst um 17 Uhr die Weihnachtsbeleuchtung am Wasserturm an. Die Kommune stellte am Donnerstag Straßenbeleuchtung vom Parkvej/Marielystvej zum Wasserturm auf. Der Eintritt zu der Ausstellung ist frei. Foto: Karin Riggelsen

Das Wahrzeichen des Musikfestivals

Nach der diesjährigen Sommersaison, die mit rund 300 Besuchern positiv bewertet wird, schöpfen Lasse Petersen und der Rest des Vorstandes, mit dem Vorsitzenden Villy Mikkelsen an der Spitze, neue Hoffnung für die Verwirklichung ihrer aktuellen Umbaupläne. Der von dem berühmten Architekten Peder Gram gezeichnete Turm versorgte von 1925 bis 1991 die Innenstadt mit Wasser. Der Turm ist das Wahrzeichen des Musikfestivals Kløften, das 2020 sein 40-jähriges Bestehen feiert.

„Wir wollen den Turm gerne das ganze Jahr über nutzen für Ausstellungen und Events. Um das machen zu können müssen Teile des Turms beheizbar sein“, erklärt Lasse Petersen. Damit Anträge auf finanzielle Förderung bei Organisationen, Unternehmen und Stiftungen gestellt werden können, müssen die Ehrenamtler eine Projektbeschreibung vorlegen.

„Dafür werden wir rund 70.000 Kronen aufbringen müssen. Aber so eine Projektbeschreibung ist wichtig, sie hilft uns, über den Sinn und Zweck und die gesetzten Ziele zu informieren“, sagt Petersen. Während in die Außenrenovierung rund 3,7 Millionen Kronen investiert wurden, rechnet er damit, dass 2 bis 3 Millionen Kronen für die Instandsetzung des Innenbereichs zusammengetragen werden müssen.

Die Freunde des Wasserturms planen das Treppenhaus zu verglasen. So könne man einzelne Stockwerke beheizen, sagte Lasse Petersen. Foto: Karin Riggelsen

Generalprobe für das Glashaus

Die Veranstaltung am Sonnabend ist laut Lasse Petersen eine Art Generalprobe: „Wir legen uns mächtig ins Zeug, um zu zeigen, welche Verwendungsmöglichkeiten der Turm hergibt“, lacht Petersen. Gelingt es, die notwendigen Mittel für die Renovierung zusammenzutragen, ist angedacht, das Treppenhaus zu verglasen. Mit einem „Glashaus“, das an jedem Stockwerk abgeschlossen wird, könne man die Stockwerke beheizen und sie auch im Winterhalbjahr für Ausstellungen, Konzerte oder andere Events nutzen.

„Wir haben bereits jetzt Schulklassen, die in den Wasserturm kommen, um in einem authentischen Rahmen über Wasserversorgung zu hören“, erklärt Petersen. Geplant ist, das vierte Stockwerk als permanenten Ausstellungsraum über die Geschichte der Wasserversorgung zu machen.

Eine große Vermittlungsarbeit, die sowohl Eskilden als auch Petersen, die beide pensionierte Lehrer sind, am Herzen liegt. Das erste Stockwerk soll, wenn die ehrgeizigen Pläne verwirklicht werden können, dem Kløften Festival vorbehalten sein. „Das sind meine privaten Pläne“, gesteht Petersen. Petersen, der auch aktives Mitglied des Kløften-Festivals ist, plant dort eine permanente Ausstellung von Kløften-Plakaten der vergangenen 40 Jahre. „Ich wünsche mir, dass das Festival den Raum als Café für geladene Gäste nutzen kann“, so der engagierte Ehrenamtler.

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Leitartikel

Gwyn Nissen
Gwyn Nissen Chefredakteur
„Das dunkle Netz“