Lebensstil

Eine Klasse für sich

Eine Klasse für sich

Eine Klasse für sich

Oberjersdal/Over Jerstal
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Tatjana Novitska lebt sei 13 Jahren mit ihrer Familie in Dänemark. In Oberjersdal hat sich die vierköpfige Familie aus Daugavpils (Dünaburg), Lettland, niedergelassen und fühlt sich gut in die Dorfgemeinschaft integriert. Foto: Ute Levisen

Vor vier Jahren hat Tatjana Novitska Yoga für sich entdeckt. Nach einer schwierigen Geburt haben ihr Yoga-Übungen zu einem schmerzfreien Alltag verholfen. Seither ist diese Lehre für sie ein Lebensstil geworden – mit regelmäßigen Abstechern nach Moskau: „Denn man lernt nie aus.“

Tatjana Novitska sagt von sich selbst, dass sie noch einiges zu lernen hat, wenn es um das Yoga geht.

Das mag man kaum glauben: Anmutig und geschmeidig bewegt sie sich durch ihre Yoga-Übungen. Vor nunmehr vier Jahren entdeckte die 34-Jährige aus Oberjersdal (Over Jerstal) diese Form der Meditation für sich. Für die gebürtige Lettin, die mit ihrer Familie seit 13 Jahren in Dänemark lebt, erwies es sich nach einer schwierigen Geburt als der rechte Weg zurück in einen Alltag ohne Schmerzen. Seither praktiziert Tatjana Novitska Yoga – hat es zu ihrem Lebensstil und Broterwerb gemacht.

Die passionierte Yoga-Trainerin arbeitet in Woyens und in Apenrade. Foto: Ute Levisen

Dabei bewegt sich die zweifache Mutter auf einem Niveau, das sich sehen lassen kann. Sie unterrichtet Yoga im Santé-Fitness-Studio in Woyens (Vojens) sowie in der Gesundheitsklinik in Apenrade (Aabenraa), wo sie ihre Klienten auch in Sachen Lebensstil und Ernährung berät.

Ausbildung in Moskau

Ihre Yoga-Ausbildung hat Novitska in Moskau absolviert: „Dort gibt es ganz andere Möglichkeiten als hierzulande, aber dort gibt es auch viel mehr Menschen“, wie sie sagt. Immerhin rund 12,5 Millionen Menschen leben in der Metropole. Ein Team von zahlreichen Experten leitet die Yogis im Rahmen der Ausbildung an.

Ein bisschen Kraft braucht es schon, vor allem aber Gleichgewichtssinn, um auch schwierigere Übungen bewältigen zu können. Doch Übung macht den Meister – dafür ist die 34-jährige Lettin ein gutes Beispiel. Foto: Ute Levisen

„Eine Ausbildung in Moskau ist schon eine Klasse für sich“, stellt sie fest. Dafür nimmt Tatjana Novitska auch gern Mühen wie Visumantrag und eine lange Anreise in Kauf.

Yoga-Therapie

Ab Mai des nächsten Jahres wird sie einen weiteren „Titel“ auf ihre Visitenkarte schreiben können:

„Ich mache in Moskau gerade eine Ausbildung in Yoga-Therapie. Im Mai bin ich fertig“, verrät sie. In Corona-Zeiten verläuft die Ausbildung wie so vieles andere online.

Vor vier Jahren entdeckte Tatjana Novitska Yoga für sich. Im Sommer hat sie die Spieler von SønderjyskE wochenlang in einem Yoga-Sommerworkshop in Spanien unterrichtet. Foto: Ute Levisen

Schon jetzt berät sie andere Menschen, wenn es um die richtige Ernährung und Lebensstilfragen geht, kombiniert mit Entspannungsübungen. Ernährung, Lebensstil und die Fähigkeit zum Abschalten seien wichtige Elemente der alternativen Behandlung von „Volkskrankheiten“ wie Kopfschmerzen, psychischer und physischer Belastungserscheinungen und Migräne. „Es hängt alles zusammen. Unser Körper sagt, was mit uns los ist. Nur müssen wir lernen, auf ihn zu hören“, sagt Tatjana Novitska.

Wie man aus der Not eine Tugend macht

Die Wahl-Dänin hat aus eigener Erfahrung gelernt, aus der Not eine Tugend zu machen. Ihre heute 14-jährige Tochter habe immer wieder über Kopfschmerzen geklagt, erzählt sie.

„Inzwischen habe ich den Trick heraus und gelernt, wie man diesen Schmerz abschalten kann“, sagt sie lachend.

Die Yoga-Lehrerin berät Menschen in Sachen Lebensstil und Ernährung. Foto: Ute Levisen

Kein schneller Weg

Zu ihr kommen Menschen mit verschiedenen Anliegen. Nicht wenige leiden unter Schmerzen, deren Ursache unergründlich scheint. Vielen habe sie helfen können. Für manche ist es ein längerer Weg gewesen, mit sich ins Reine zu kommen und somit beschwerdefrei zu werden.

„Es ist wesentlich einfacher – und schneller, Pillen zu schlucken. Oder vielleicht einen Brandy“, stellt Tatjana Novitska fest, „aber Letzteres kann ich nun wirklich nicht empfehlen.“

Alles eine Frage der Übung, sagt Tatjana Novitska. Foto: Ute Levisen
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