Luftstreitkräfte

Kontrollen bringen markante Ergebnisse ans Tageslicht

Kontrollen bringen markante Ergebnisse ans Tageslicht

Kontrollen bringen markante Ergebnisse ans Tageslicht

Karin Friedrichsen
Karin Friedrichsen Journalistin
Skrydstrup
Zuletzt aktualisiert um:
Start- und Landebahn auf dem Luftwaffenstützpunkt in Skrydstrup Foto: Ute Levisen

Im Vorfeld der Implementierung des neuen Kampfjets verlegt das Verteidigungsministerium vier Wohneigentümer von der gelben Zone in die rote Zone. Die fehlerhafte Einstufung wurde bei kontrollierenden Berechnungen festgestellt. Die Vereinsvorsitzende schöpft Hoffnung.

Dem Verteidigungsministerium sind bei seinen Berechnungen des Entschädigungsmodells und der damit verbundenen Einteilung in rote und gelbe Zonen der von dem Lärm der neuen Kampfjets F-35 betroffenen Anwohner markante Fehlmessungen unterlaufen.

Agnes Rosenlund, die Vorsitzende von „Flyvestation Skrydstrups Naboer“, ist froh, dass das Ministerium seinen Fehler einräumt und entsprechende Änderungen vornimmt.

Das Ministerium teilte am Mittwoch in einer Presseerklärung mit, dass aufgrund von Bürgereingaben Kontrollmessungen aller Wohneinheiten, die zunächst in der gelben Zone in einem Umkreis von 50 Metern von der roten Zone platziert waren, vorgenommen wurden.

Technischer Fehler

In der Pressemitteilung heißt es, dass zwei Wohnungen alle Kriterien erfüllen, um in die rote Zone zu wechseln. Dass die Wohneigentümer bei der ersten Kompensationsrunde falsch kategorisiert wurden, sei einem technischen Fehler geschuldet.

Die betroffenen Bürger sind über die aktuelle Kategorisierung informiert worden.

Anlieger der Parallelbahn wechseln in die rote Zone

Darüber hinaus sind zwei Anwesen, die unmittelbar südlich der parallel verlaufenden Startbahn des Fliegerhorstes angesiedelt sind, von der gelben Zone in die rote Zone übergesiedelt. Die Bahn ist in paralleler Anordnung neben der primären Start- und Landebahn vorhanden. Die Parallelbahn wird nur im Sonderfall genutzt.

Bei der Überprüfung der Kategorisierung habe das Ministerium die maximale Lärmbelästigung bei Anwendung der Parallelbahn getestet. Die Anlieger, die in der roten Zone wohnen, haben die Möglichkeit ihr Anwesen aufkaufen zu lassen. In der gelben Zone wird lediglich für die Lärmbelästigung kompensiert.

Wichtige Aufgabe zur Beschützung des Landes

„Das Lärmkompensationsmodell hilft einer großen Anzahl von Bürgern. Das Modell unterstreicht, dass wir in der Verteidigung uns für die gute Nachbarschaft einsetzen und zugleich eine wichtige Aufgabe zur Beschützung Dänemarks und der Dänen ausüben“, erklärte die sozialdemokratische Verteidigungsministerin Trine Bramsen. In der Pressemitteilung unterstreicht die Ministerin, dass alle Eingaben der Bürger ernst genommen werden.

Agnes Rosenlund, Vorsitzende des Vereins „Flyvestation Skrydstrups Naboer" Foto: Karin Riggelsen

Orange Zone auf der Wunschliste

„Ich hoffe, dass wir nach und nach weitere Änderungen bekommen. Meiner Ansicht nach gibt es nach wie vor Anwesen, die in der verkehrten Zone platziert sind“, so Agnes Rosenlund. Die Uldalerin wünscht sich, dass das Ministerium sich dazu entschließt, eine weitere Zone aus der Taufe zu heben.

„Es wäre gut, wenn wir eine orange Zone bekommen könnten, um die Anlieger aufzufangen, die einen großen Verlust ihres Immobilienwertes befürchten müssen“, so Rosenlund.

Sie erklärte, dass das Entschädigungsmodell und der Investitionsrahmen erwartungsgemäß im Januar in die Anhörung geschickt werden. Ihr zufolge hatte Folketingsmitglied Hans Christian Schmidt (Venstre), Woyens, eine Beratung mit Ministerin Bramsen angefordert. Die Anhörung ist für den am 30. Januar anberaumt.

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Leitartikel

Gwyn Nissen
Gwyn Nissen Chefredakteur
„21 Sekunden für eine bessere Welt“