Umwelt und Natur

„Neuer“ Urwald bei Pamhule

Karin Friedrichsen
Karin Friedrichsen Journalistin
Hadersleben/Haderslev
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Der Naturspielplatz am Wildpark. Foto: Karin Friedrichsen

Eine Partnerschaft zwischen der Kommune Hadersleben und der Naturbehörde bei der Neugestaltung eines „Biodiversitätswaldes“ wird erörtert.

Die Naturbehörde hat sich an die Kommune Hadersleben gewandt zwecks Erörterung einer Partnerschaft. Die Vorsprache erfolgte im Hinblick auf das Biodiversitäts-Projekt, bei dem der nördliche Teil des Waldes bei Pamhule in den kommenden Jahren zu einem „neuen“ Urwald umgestaltet werden soll. Das erklärte Inge Gillesberg, Leiterin der Naturbehörde (Naturstyrelsen Sønderjylland) in einem Schreiben an die Kommune. Der Finanzausschuss befasst sich auf seiner Sitzung am 18. Februar mit den Möglichkeiten, die eine Stärkung der Zusammenarbeit mit sich bringen könnten.

Die Naturbehörde bringt verschiedene Szenarien ins Spiel bei der Umsetzung des Projekts. Dabei wird unter anderem die Erweiterung des Wildparks in Richtung Westen angedacht. Dadurch könnte nicht nur der „Biodiversitätswald“, sondern auch Hindemade mitsamt angrenzenden Wiesen, auf natürliche Art und Weise von den Hirschen, die vor vielen Jahren im Wildpark Einzug hielten, abgegrast werden. Der 1994 eröffnete Wildpark ist ein beliebtes Ausflugsziel für Einheimische und Touristen. Im Jahresdurchschnitt wird der Park von rund 150.000 Gästen frequentiert. Eine Erweiterung würde auch Bürgern, die beispielsweise in Gramm und Woyens wohnen, neue Perspektiven eröffnen.

Die Naturbehörde verfügt nicht über Mittel, die die Erweiterung finanzieren könnte. Die Anlage der Hindemade-Szenarie würde rund 2 Millionen Kronen kosten. Um die Hirsche, deren Bestand ggf. aufgestockt werden würde, im Wald zu halten, müssen rund 5.000 Meter Zaun und sieben Eingangstore angeschafft werden. Der Vorschlag der Behörde zielt darauf hinaus, dass die Kommune den Zaun finanziert und die Wartung der Spielplätze, Pfade, Straßen, Pforten und Aufenthaltsplätze am Nørskovgaard übernimmt. Die Naturbehörde würde, so der Vorschlag, den Bau des Zaunes tragen und für die Bewirtschaftung des Tierparks sowie den Hirschbestand sorgen.

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