Verkehrssicherheit

Ösbyer bremsen Autos mit einer Fahrbahnschwelle

Ösbyer bremsen Autos mit einer Fahrbahnschwelle

Ösbyer bremsen Autos mit einer Fahrbahnschwelle

Karin Friedrichsen
Karin Friedrichsen Journalistin
Ösby/Øsby
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Jonas Schultz Thygesen Foto: Karin Friedrichsen

Der Technische Ausschuss hat grünes Licht gegeben für eine selbst finanzierte Bürgerinitiative in Ösby. Die Dorfgemeinschaft bereitet den Bau einer Verkehrsberuhigung auf der Einfallstraße vor.

Die Mitglieder des Technischen Ausschusses der Kommune Hadersleben/Haderslev haben auf ihrer jüngsten Sitzung beschlossen, dem Antrag des Bewohnervereins in Ösby (Øsby Og Omegns Beboerforening) stattzugeben. Die Dorfbewohner können somit ihr lang gehegtes Projekt verwirklichen und eine Fahrbahnschwelle an der Einfallstraße auf dem Flovtvej bauen.

Das Projekt wird in Eigenfinanzierung durchgeführt. Aufgrund der finanziellen Situation der Kommune steht das Projekt seit geraumer Zeit in Warteposition. Technik und Umwelt hatte auch für 2020 keine Mittel für die Verkehrsberuhigung absetzen können. Deswegen haben die Dorfbewohner die Sache in Hand genommen.

„Wir sind immer froh, wenn die Bürger Eigeninitiative zeigen. Deswegen haben wir Ja gesagt. Aber es ärgert mich, dass die Kommune das Projekt nicht finanzieren konnte“, erklärte Ausschussvorsitzender Thomas Vedsted von der Liberalen Allianz.

Bauprojekt kann beginnen

Jonas Schultz Thygesen, Vorsitzender des Bewohnervereins, sagte am Dienstag, dass das Bauvorhaben schnellstmöglich in Gang gesetzt wird. Die Ösbyer wollen Autos auf der viel befahrenen Einfallstraße und Schulstraße mit einer Fahrbahnschwelle bremsen. Laut Kommune wurden bei Verkehrserhebungen 2017 und 2018 täglich 600 bis 700 Fahrzeuge gezählt.

50.000 Kronen liegen auf der hohen Kante

„Das Projekt wird rund 50.000 Kronen kosten. Wir haben die Mittel im Laufe der vergangenen Jahre zusammengespart“, so Schultz Thygesen. Der Flohmarkt am vergangenen Wochenende in der Ösby Halle stand auch im Zeichen der Verkehrsberuhigung.

„Wir hatten sehr guten Zuspruch von Händlern und Besuchern. Es waren 64 Stände angemeldet, und die Gäste strömten in die Halle. Einen exakten Überblick über den Überschuss habe ich noch nicht. Aber ich rechne mit etwa 9.000 Kronen“, so der Ösbyer.

Die Dorfgemeinschaft ist froh darüber, dass die Kommune keine Einwendungen vorzubringen hatte. Und man habe ja auch, so Schultz Thygesen, Mittel aus dem Topf für Bürgerinitiativen (dänisch: borgerbudgettering) bekommen. Aus diesem Topf haben die Ösbyer, genau wie die anderen ländlichen Dorfgemeinschaften der Kommune, auch für 2020 50.000 Kronen zur Verfügung gestellt bekommen. Die Mittel werden in Eigenregie verwaltet.

Fahnenstangen und Grenzjubiläum

„Wir haben viele Ideen und Projekte. Es wurden auch Fahnenstangen gekauft, damit wir beispielsweise bei den Konfirmationsfestlichkeiten im Frühjahr entlang der Dorfstraße eine Flaggenallee errichten können“, berichtet Schultz Thygesen. Für die Aufstellung der Fahnenstangen liegt bereits eine Genehmigung seitens der technischen Verwaltung vor, so der Vereinsvorsitzende.

Als Beitrag zum 100. Jahrestag der deutsch-dänischen Grenzziehung planen die Ösbyer ein großes Fest, welches im Juli stattfinden soll.

Die Ösbyer Kirche liegt in der Ortsmitte. Foto: Karin Friedrichsen
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Leitartikel

Gwyn Nissen
Gwyn Nissen Chefredakteur
„Das dunkle Netz“