Finanzielle Schieflage

Rettungsanker für das Fördeschiff Helene

Rettungsanker für das Fördeschiff Helene

Rettungsanker für das Fördeschiff Helene

Hadersleben/Haderslev
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Das Fördeschiff Helene Foto: Ute Levisen

Die Hafengebühren für das Fördeschiff Helene schlagen jährlich mit 18.000 Kronen zu Buche, ohne Mehrwertsteuer. Zugleich rechnet die Betreibergesellschaft mit einem Defizit und bittet daher die Kommunalpolitiker um Hilfe.

Ein Erlass der jährlich anfallenden Hafengebühren in Höhe von 18.000 Kronen könnte bereits ein Rettungsanker für das Fördeschiff Helene sein. In der 25. Saison des beliebten Ausflugsbootes wird die Betreibergesellschaft rote Zahlen schreiben und voraussichtlich mit einem Defizit von 50.000 bis 100.000 Kronen abschließen.

Vor diesem Hintergrund wendet sich die Betreibergesellschaft des Fördedampfers, „Turistbåd Årø A/S“, hilfesuchend an die Haderslebener Kommunalpolitiker und bittet um den Erlass der Gebühren für den Haderslebener Hafen, wo das Schiff vor Anker liegt.

Rein rechtlich keine Einwände

Gegen einen Gebührenerlass gebe es – zumindest rein rechtlich – keine Einwände, stellt der Vorsitzende des Finanzausschusses, Bürgermeister H. P. Geil (Venstre), fest.
Der Finanzausschuss der Kommune hatte das Anliegen auf seiner jüngsten Sitzung diskutiert – wie zuvor bereits der Technische Ausschuss.
Letzterer hatte den Antrag der Betreibergesellschaft an den Finanzausschuss weitergeleitet, mit der Begründung, dass es sich bei dem Fördeschiff Helene um eine touristische Attraktion handele, die in die Zuständigkeit des Ausschusses falle. Auch werde dem „Dammboot“ die Gebühr nicht erlassen, so ein weiteres Argument. Zudem hatte eine Mehrheit des Technischen Ausschusses die Bedingung gestellt, dass der Ausschuss bei einem eventuellen Erlass der Hafengebühren für Helene dafür finanziell entschädigt werde.

Foto: Ute Levisen

5,4 Millionen Kronen zusätzlich

Seit der politischen Behandlung des Antrags ist indes viel Wasser durch den Haderslebener Mühlenstrom geflossen. Bürgermeister Geil betont, der Technische Ausschuss habe soeben 5,4 Millionen Kronen zur Aufbesserung seines Haushalts erhalten, eine Summe, von der sich ein Erlass der Hafengebühren durchaus finanzieren ließe. Was das Dammboot angehe: „Wir haben am Damm keinen Hafen“, wie Geil klarstellte.
Darum hat sein Ausschuss den Antrag nun erneut dem Technischen Ausschuss zur weiteren politischen Behandlung überstellt.

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