Stadtgestaltung

SP-Idee eines Architekturrats geht in die nächste Runde

SP-Idee eines Architekturrats geht in die nächste Runde

SP-Idee eines Architekturrats geht in die nächste Runde

Hadersleben/Haderslev
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Baden an der Förde ist in Hadersleben – noch – nicht möglich. Foto: Ute Levisen

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Die Haushaltsverhandlungen laufen auf Hochtouren und gehen in die nächste Runde. Gleiches gilt für den Vorschlag der Schleswigschen Partei, einen Architekturrat und Stadtplanungsarchitekten zu berufen. Ziel ist eine tragfähige Gestaltung des städtischen Raums, die auf einem fachlichen und breiten öffentlichen Konsens fußt.

Wenn etwas die Gemüter von Bürgerinnen und Bürgern aus Hadersleben in Wallung bringt, dann die Stadtgestaltung und -planung.
Jüngstes Beispiel hierfür ist die Diskussion mit Blick auf die Erarbeitung eines Masterplans für den Dammpark. Dabei stößt insbesondere das Vorhaben eines Investors, dort ein Restaurant anzusiedeln, in breiten Bevölkerungskreisen nicht gerade auf Gegenliebe.

„Es könnte knapp werden“

Der Kommunalratsabgeordnete Carsten Leth Schmidt von der Schleswigschen Partei (SP) hatte in der Vergangenheit wiederholt dafür plädiert, dass sich Politik und Verwaltung externen Beistand in Fragen der Stadtgestaltung holen. Er argumentiert für die Berufung eines Architekturrates sowie für die Einstellung eines Stadtplanungsarchitekten.
Sein Vorschlag geht nun in die nächste Runde: Auf ihrer Sitzung in der nächsten Woche beziehen die Mitglieder des Technischen Ausschusses Stellung.

Mit einer parteiübergreifenden Aktion machten Politikerinnen und Politiker vor einigen Jahren auf den Zustand des Fördewassers aufmerksam. Foto: Ute Levisen

„Das Abstimmungsergebnis könnte knapp ausfallen“, prognostiziert Leth Schmidt. Dennoch freut er sich, dass seine Mitgliedsinitiative auf der politischen Tagesordnung steht.
Die Kommunalverwaltung Klima und Umwelt befürwortet Leths Vorschlag in ihrer Empfehlung und bezeichnet die Initiative als zweckdienlich.

„Fördebad“ mithilfe von Fördergeldern

In der kommenden Woche bleibt es doppelt spannend. Die Politikerinnen und Politiker aller Parteien setzen ihre Haushaltsgespräche fort. Die SP ist verhalten optimistisch, wenn es um den Wassersport an der Haderslebener Förde geht. Eine parteiübergreifende Allianz von Kommunalratspolitikerinnen und -politikern, ebenfalls initiiert von Leth Schmidt, hatte vor einigen Jahren in einem aufsehenerregenden Happening auf den desolaten Zustand der Wasserqualität der Förde aufmerksam gemacht.

Der Masterplanentwurf für den Dammpark erhitzt die Gemüter. Foto: Ute Levisen

Neue Hoffnung

Nach dem ersten Spatenstich für das Haus des Wassersports am Hafen schöpft Leth Schmidt neue Hoffnung, dass ein Förde-Schwimmbad in greifbare Nähe rückt: „Sagen wir es mal so: Mein Vorschlag diesbezüglich ist noch nicht vom Tisch“, so Leth mit Verweis auf die laufenden Etatverhandlungen. Um bei den verschiedenen Stiftungen auf Goodwill zu stoßen, wenn es um Anträge auf Fördergelder geht, sei eine kommunale Mitfinanzierung vonnöten, argumentiert Leth.

Nicht nur in der Stadt Hadersleben, auch in Woyens (Vojens) gibt es seit Jahren Bestrebungen für neue Schwimmeinrichtungen in der Kommune. Allerdings gehen die Wünsche und Interessen diesbezüglich weit auseinander. In Woyens wünscht sich das Stadtgestaltungsgremium „Forum Vojens“ ein Warmwasserbassin – in Hadersleben eine Schwimmanlage mit Wettkampfmaßen.

Carsharing-Plätze am Autobahnzubringer

Zwei weitere Anliegen der SP haben bislang „überlebt“ und gehen ebenfalls in die nächste Runde: Das sind zum einen Stromladeständer für Elektro-Fahrzeuge sowie Carsharing-Parkplätze an der Autobahn für Pendlerinnen und Pendler, die sich den Weg zur Arbeit teilen.

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