Raus in die Natur

Auf Frühjahrssuche nach Knospen und Vogelstimmen

Auf Frühjahrssuche nach Knospen und Vogelstimmen

Auf Frühjahrssuche nach Knospen und Vogelstimmen

Apenrade/Aabenraa
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Bärlauch
Der Bärlauch blüht von Ende März bis Ende Mai. Das Lauchgewächs gehört zu den bekanntesten heimischen Wildkräutern und ist eine der Pflanzen, die das unmissverständliche Zeichen liefern, dass Frühling ist. Foto: Karin Riggelsen

An diesem Wochenende beginnen für viele die Osterferien. Damit fällt auch der Startschuss für neue Entdeckungsreisen auf der Suche nach den Frühlingsboten. Ein Bingo-Plan kann Groß und Klein bei der Suche helfen und zudem wichtige Daten an Forscher liefern.

Entfalten die Windröschen in diesem Frühjahr womöglich etwas eher als sonst ihre Blütenpracht, und wann können wir den leuchtend gelben Zitronenfalter wieder bewundern?

Das sind nur zwei von vielen Fragen, die sich Neugierige an diesem Wochenende stellen können. Umweltministerin Lea Wermelin lädt alle Naturbegeisterten ein, sich aktiv auf die Suche nach den ersten Frühjahrszeichen zu begeben. Ihr Ministerium hat dafür eigens eine Reihe von Bingo-Plänen bereitgestellt.

Bingo-Pläne als Motivationselement

Am Sonnabend und Sonntag, 27. und 28. März, liegen die Bingo-Pläne in Nordschleswig am Eingang zum Drawitter Wald (Draved Skov) sowie einer Reihe weiterer öffentlicher Naturgebiete aus. Alternativ kann man sie sich über die Internetseite „Vores natur“ herunterladen. Und dann heißt es, auf Schatzsuche zu gehen.

Wer findet die erste Kröte oder die Europäische Stechpalme im Drawitter Wald, und wo hat sich der Buntspecht in Nordschleswig versteckt? Die Bingo-Spielpläne enthalten jeweils zehn verschiedene Tier- und Pflanzenarten, die es zu entdecken und zu bestimmen gilt.

Die Arten variieren, ganz abhängig von dem Gebiet, in dem man auf Entdeckungsreise geht. Über allem steht die Frage, wer seinen Bingo-Plan als erste(r) mit Frühlingsgefühlen gefüllt bekommt.

Neben Spaß auch Forschernutzen

Neben dem Entdeckerspaß können Interessierte ihre Beobachtungen auch an das Forschungsprojekt „Danmark Udforsker“ melden, hinter dem das Staatliche Naturhistorische Museum steht. Auf diese Weise können alle den Forschern helfen, noch mehr über die Entwicklung der Natur zu lernen. Dazu gehören auch die ersten Frühlingszeichen.

Peter C. Kjærgaard, Museumsdirektor beim Staatlichen Naturhistorischen Museum, erklärt: „Wir können alle gemeinsam untersuchen, wann mehr als 40 verschiedene Ereignisse in der Natur zuerst stattfinden. Klimaveränderungen, Verstädterung, Änderungen in der Landschaft und weitere durch den Menschen gemachte Veränderungen beeinflussen die Natur um uns herum und führen dazu, dass sich Tiere, Pflanzen und Pilze anders benehmen als bisher.“

Je mehr sich an der kleinen Entdeckerreise in die Natur beteiligen, umso besser können diese Veränderungen dokumentiert werden.

Interesse an heimischer Natur stark gestiegen

Bereits im vergangenen Jahr ist das Interesse an der heimischen Natur stark gestiegen.

Und somit sind die in unserer Serie „Raus in die Natur“ vorgestellten Orte perfekte Möglichkeiten, sich mit Freunden oder Familienmitgliedern zu treffen und dabei gleichzeitig die Covid-19-Beschränkungen relativ problemlos einzuhalten.

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