Region Süddänemark

Ausschuss: Fall Holst erledigt

Ausschuss: Fall Holst erledigt

Ausschuss: Fall Holst erledigt

Vejle
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Carl Holst. Foto: Scanpix

Geschäftsausschuss des Regionsrates beschloss einstimmig Verzicht auf weitere juristische Schritte.

Während Umfragen kürzlich noch den Eindruck bestärkten, der Wirbel um angeblichen Missbrauch von Regions-Mitarbeiterkapazität für den Folketingswahlkampf des früheren Regionsratsvorsitzenden Carl Holst schwäche Venstres Wahlchancen, zeichnet sich ein juristischer Schlussstrich in der Angelegenheit ab. Der Geschäftsausschuss des Regionsrats hat gestern auf seiner Sitzung im Vorfeld der Zusammenkunft des Regionsratsplenums einstimmig beschlossen, keine weiteren juristischen Schritte gegen Carl Holst zu unternehmen.

Es werden auch keine Schadenersatzforderungen gegenüber Holst erhoben, der 2015 nach seiner Wahl ins Folketing als Verteidigungsminister wegen der Vorwürfe, einen Mitarbeiter der Region als Wahlkampfhelfer eingesetzt zu haben, zurückgetreten war. „Wir haben bei Venstre nie Grundlage für ein neues Verfahren gesehen“, erklärte die Holst-Nachfolgerin an der Regionsratsspitze, Stephanie Lose, gegenüber Danmarks Radio P4 Syd. Und sie fügte hinzu: „Wenn der Regionsrat unserem Votum folgt, was ich hoffe und erwarte, dann kann die Angelegenheit abgeschlossen werden.“

Die Zeitung JydskeVestkysten hatte berichtet, dass eine weitere externe Untersuchung der Vorgänge um Holst, die gestern Gegenstand der geschlossenen Sitzung des Geschäftsausschusses gewesen ist, insgesamt der Einschätzung der Juristen der Region Süddänemark folgt, dass von Schadenersatzforderungen gegenüber Holst abgesehen werden sollte. Die externen Juristen schließen einen Erfolg von Schadenersatzforderungen nicht ganz aus. Ein solches Verfahren sei aber viel zu teuer im Verhältnis zu den geringen Erfolgsaussichten.

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