Konzertereignis

Bon Jovi: Perfekter Sound am Alsensund

Bon Jovi rocken die Halbinsel

Bon Jovi rocken mit dem perfekten Sound

Sara Wasmund
Sara Wasmund Hauptredaktion
Sonderburg/Sønderborg
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Die US-Rocker auf Kær Vestermark am Dienstagabend Foto: Friedrich Hartung

Die US-amerikanische Band Bon Jovi hat am Dienstagabend die Halbinsel Kær Vestermark vor den Toren Sonderburgs gerockt. Die rund 27.000 zahlenden Gäste hatten Glück mit dem Wetter - und erlebten einen perfekten Sound.

Pünktlich zum Konzertabend mit Bon Jovi stellten die Wolken über der Halbinsel Kær Vestermark den Regen ein – und die 27.000 Konzertbesucher erlebten vor den Toren Sonderburgs einen krachend genialen Konzertabend.

Perfekter Sound und Musiker mit Spaß am Jammen

Ob der Alsensund mit seiner Wasseroberfläche für die ausgezeichnete Akustik mitverantwortlich zeichnete? Auf jeden Fall kamen die Besucher am Dienstagabend in den Genuss eines perfekten Sounds, als erst die Altrocker von Def Leppard und im Anschluss ab 21 Uhr Bon Jovi die Bühne rockten.

Wer bei Bon Jovi an weichgespülten Radiorock denkt, wurde bei diesem Live-Konzert eines Besseren belehrt. Hier traten Musiker auf, die über all die vier Jahrzehnte der Bandgeschichte ihren Spaß am gemeinsamen Musikmachen nicht verloren haben – und die es noch immer können.

„This House Is Not For Sale" - mit dem Titelsong ihres neuen Albums eröffnete Bon Jovi den Konzertabend. Foto: Friedrich Hartung

Mit dem Titel ihres neuesten Albums, „This House Is Not For Sale”, eröffnete Bon Jovi den Abend. Es folgten Klassiker wie „Runaway" und „Keep The Faith"; bei „It`s My Life" erreichte die Stimmung definitiv einen ersten Höhepunkt. Aber es war mehr als nur ein Konzert, bei dem eine alte Rockband vergangene Erfolge abfeiert und ehemalige Hits runterleiert.

Vor allem bei Nummern wie „Keep The Faith" oder „We Don`t Run" zeigte die Band ihre Lust auf handgemachte Rockmusik, ob David Bryan am Keyboard - hier trägt tatsächlich ein Bandmitglied noch immer Dauerwelle - oder ein Phil X, der seine Gitarre musikalisch ritt wie ein Berserker. Oder Drummer Tico Torres, der mit seinem Schlagzeug die untergründige Kraft im Zusammenspiel sicherte.

Mit Jon Bon Jovi im Konzertgraben

Zusammen legten die Musiker eine Spielfreude an den Tag, die sich sehen und hören lassen konnte. Sänger Jon Bon Jovi sprach zwischen den Lieder immer wieder mit dem Publikum, spielte mit der Bühnenkamera und den Erwartungen des Publikums. Etwa als er Keyboarder David Bryan immer wieder die so bekannten Akkorde des Auftaktes zu „Runaway" klimpern ließ, zu denen das Publikum losjubelte.

Bei „Lay Your Hands On Me" ließ der Sänger seiner Aufforderung Taten folgen und drehte eine Runde im Konzertgraben, schüttelte Hände und ließ sich von Zuschauern auf der Ballustrade festhalten, während er weiter sang.

Über zwei Stunden lang feierte das Publikum ein durch aufwändige Bühnen- und Soundtechnik buntes und lautes Konzert. Neben „You Give Love A Bad Name", „Bad Medicine" oder „Livin' On A Prayer" funktionierten auch die weniger bekannte Lieder auf der Konzert-Playliste. Das Publikum klatschte, sang und tanzte mit und ließ sich von Jon Bon Jovi dirigieren.

Für Veranstalter „Kultur i Syd" steht nun die große Abrechnung ins Haus. Das Konzert war für 35.000 Personen konzipiert, doch nur rund 27.000 Karten wurden verkauft. Die Frage ist nun, wie groß der Unterschuss wird.

Jon Bon Jovi Foto: Friedrich Hartung
Das Publikum am Dienstagabend, kurz vor dem Auftritt von Bon Jovi Foto: Friedrich Hartung
Das Publikum am Dienstagabend, kurz vor dem Auftritt von Bon Jovi Foto: Friedrich Hartung

Es war die erste Europa-Tour der Band nach sechs Jahren. In Deutschland treten Bon Jovi im Zuge ihrer „This House Is Not For Sale“-Tour Anfang Juli in Düsseldorf und München auf. https://www.bonjovi.com/tour/

Foto: Jonas J. Goodall
Foto: Jonas J. Goodall
Foto: Jonas J. Goodall
Foto: Jonas J. Goodall
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