Kriminalität

Bande mit Beute im Wert von 1,2 Millionen Kronen

Ilse Marie Jacobsen
Ilse Marie Jacobsen Journalistin
Sonderburg/Sønderborg
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Das Gericht in Sonderburg Foto: Volker Heesch

Am Donnerstag wurden ein junger Mann und ein Jugendlicher aus der Sonderburger Gegend dem Haftrichter vorgeführt. Der 15-Jährige muss für vier Wochen in Untersuchungshaft.

Ist die süddänische Polizei auf der richtigen Spur, dann wird es in der kommenden Zeit weniger Einbrüche in der diesbezüglich hart geplagten Sonderburger Gegend geben.

Eine intensive Nachforschung hat am Donnerstag zur Festnahme zweier mutmaßlicher Einbrecher geführt. Dem 15- und dem 18-Jährigen werden diverse Einbrüche zur Last gelegt. Laut Polizei sollen sie Beute von mehr als 1,2 Millionen Kronen gemacht haben. Bei einigen der gröbsten Einbrüche fehlte sogar der Schätzwert der Beute.

Türen geschlossen

Die Tatverdächtigen kommen beide aus der Gegend. Sie wurden am Donnerstag der Haftrichterin Kristin Berg vorgeführt. Aufgrund der laufenden Ermittlungen fanden die Verhandlungen hinter verschlossenen Türen statt.

„Es handelt sich hier um ganz viel Beute, und die Zeugen sollen nicht vorher lesen können, was hier angegeben wurde“, stellte die Staatsanwältin Trine Schjøtt fest, die die geschlossenen Türen beantragt hatte.

Hauptsächlich Deisgner-Ware

Nach ihrer Aussage werden den Männern von September 2018 bis Februar 2019 insgesamt 14 Einbrüche zur Last gelegt. Sie sollen hauptsächlich in Sonderburg, aber auch in Ekensund und am Strandvej in Nakskov exklusive Designer-Möbel von Wegner und Arne Jacobsen, PH-Lampen, Holzskulpturen von Kay Bojesen, Schmuck, Taschen von Louis Vuitton und Gucci, Bargeld, I-Pads, I-Phones und Silberbesteck und Erbstücke gestohlen haben.

Ein Motiv wurde im Gericht nicht genannt, bevor die Türen des Gerichtssaals geschlossen wurden.

Jugendlicher leugnet

Der als erster bei der Haftrichterin vorgeladene 15-Jährige stritt alles ab. Der schlanke Jugendliche wollte keine Aussage machen, wie sein Verteidiger Carsten Høyer bekannt gab. Dennoch wurde der Jugendliche für vier Wochen in Untersuchungshaft geschickt, da die Haftrichterin meinte, dass er 13 von 14 Einbrüchen begangen haben soll. Der 18-Jährige wurde frei gelassen, die Beweise reichten nicht für eine U-Haft.

Besondere Maßnahmen

Aufgrund der zahlreichen Einbrüche wurden in Sonderburg verschiedene Maßnahmen in Angriff genommen. Die Polizei konzentriert sich besonders auf die Analyse, die Überwachung, Nachforschung und der Vorbeugung solcher Delikte.

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