Großveranstaltung

Rhönrad-WM findet 2022 in Sonderburg statt

Rhönrad-WM findet 2022 in Sonderburg statt

Rhönrad-WM findet 2022 in Sonderburg statt

Sonderburg/Sønderborg
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Im Mai 2022 rollen die Rhönräder auf Weltmeisterschafts-Niveau in Sonderburg. Hier im Bild zu sehen die Sonderburger Sportlerin Jessica Vosooghi Fetrat, die 2016 an der WM in den USA teilnahm. Foto: Karin Riggelsen (Archivbild)

Die Turnerschaft Sonderburg richtet im Mai 2022 die Weltmeisterschaft im Rhönradturnen aus. Die Wettkämpfe finden in den Sonderburger Humlehøj-Hallen statt.

Rund 160 Athleten aus der ganzen Welt werden im Mai 2022 in Sonderburg um die Weltmeisterschaft im Rhönradturnen kämpfen. Die Turnerschaft Sonderburg (TS) richtet die WM in Zusammenarbeit mit dem Deutschen Jugendverband für Nordschleswig aus.

Kommune stellt Humlehøj-Hallen zur Verfügung

„Das ist für uns eine große Aufgabe, auf die wir uns sehr freuen“, sagt Edgar Claussen, der die Rhönradsparte der TS betreut und das Rhönradturnen als Sportlehrer an der deutschen Schule in Sonderburg buchstäblich ins Rollen gebracht hat.

Die WM beginnt am 21. Mai 2022 und wird bis zum 29. Mai in den Humlehøj-Hallen ausgetragen. Die Kommune Sonderburg stellt die Halle kostenlos zur Verfügung.

Edgar Claussen und Jessica Vosooghi Fetrat bei der WM in Cincinnati Foto: Privat

Es war der Vorsitzende des internationalen Rhönradverbandes, der auf Sonderburg als Austragungsort kam.

„Henning Henningsen rief Ende 2019 bei mir an. Er hatte gehört, dass wir die Dänischen Meisterschaften und die Schleswig-Holsteinischen Meisterschaften sehr gut organisiert hatten. Ihm wurde gesagt: Geht nach Sonderburg, die können das gut ausrichten“, erzählt Claussen.

Die Gesamtkosten für die Ausrichtung der WM liegen geschätzt bei 150.000 Euro. Zuletzt fand die WM 2018 in Magglingen in der Schweiz statt, die diesjährige WM wurde wegen Corona auf das nächste Jahr verschoben und findet 2021 in New York statt.

Unterbringung der Teilnehmer mitten in der Stadt

In Zusammenarbeit mit Lasse Tästensen vom DJN und Christian Hansen, Vorsitzender der TS, wird Edgar Claussen die WM ausrichten. Die Athleten werden in der Sonderburger Jugendherberge untergebracht, die Kampfrichter und Offiziellen im Hotel in der Sonderburger Kaserne. „Die Jugendherberge ist fußläufig von der Halle entfernt, da müssen wir keine Transportmittel organisieren“, so Claussen.

Kurz bevor Sonderburg als Austragungsort stattfand, gab Israel eine Bewerbung als Gastgeber für 2022 ab. Daraufhin mussten die rund 15 festen Mitgliedsnationen des Verbandes über beide Bewerbungen abstimmen. Die Wahl fiel auf Dänemark – und somit Sonderburg.

Die Turnerschaft Sonderburg betreibt seit 2008 eine Rhönradsparte. Foto: Karin Riggelsen

Die Wettkämpfe werden in den Altersklassen 14 bis 18 und über 18 Jahre ausgetragen, jeweils aufgeteilt in Jungen und Mädchen und Männer und Frauen. Es gibt die Disziplinen Dreikampf in Sprung, Spirale und Gerade, Mehrkampf, Einzelkämpfe und Mannschaftswettbewerb.

Deutschland führende Rhönrad-Nation

Wo ordnet Edgar Claussen die Turnerinnen von der TS leistungsmäßig ein? „Sagen wir mal, es werden 40 Teilnehmer, dann ist unser Ziel, Plätze unter den ersten 30“, so der Sportlehrer.

„Deutschland ist als Rhönrad-Nation ganz klar führend, da gibt es Vereine, da trainieren die Sportler fünfmal die Woche mit mehreren Trainern. Wir trainieren zweimal die Woche. Da müssen wir realistisch sein.“

Neben starken Turnern aus Deutschland sendet Japan traditionell leistungsstarke Sportler, auch Israel und USA werden mit einem größeren Kontingent an Turnern aufwarten.

Eintritt soll weitestgehend kostenlos sein

Die WM soll die Öffentlichkeit für den Rhönradsport begeistern, sagt Edgar Claussen. „Der Eintritt soll weitestgehend kostenlos sein, wir wollen volle Hallen und tolle Erlebnisse für die Bürger“, so der Trainer.

Die WM werde weder Gewinne noch Verluste mit sich bringen, sondern sich selbst tragen, sagt Claussen. Die Mitglieder und Verbände zahlen ihre Teilnehmerkosten selbst, um Zuschüsse und Spenden wird nun gebeten.

Die gute Zusammenarbeit mit der Kommune mache die Planung leichter, freut sich Claussen.

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