Europawahl

Wahlschein-Problem gelöst

Wahlschein-Problem gelöst

Wahlschein-Problem gelöst

Ilse Marie Jacobsen
Ilse Marie Jacobsen Journalistin
Gravenstein/Gråsten
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Nicht jeder in der Kommune Sonderburg, der wahlberechtigt war, konnte seine Stimme vergeben. Ohne Wahlschein keine Wahl. Das Problem soll es am 5. Juni anlässlich der Folketingswahl nicht mehr geben. Foto: Nikolai Linares/Ritzau Scanpix

Doris von der Heide aus Gravenstein wurde bei der EU-Wahl abgewiesen, sie hatte keinen Wahlschein erhalten. Damit stand sie nicht allein da.

Für die 73-jährige Doris von der Heide aus Gravenstein wurde die EU-Wahl am Sonntag eine derbe Enttäuschung. Denn ihr wurde – wie auch anderen Bürgern – vorab kein Wahlschein zugeschickt. Auf Anfrage beim Bürgerservice in Gravenstein wurde ihr vorab versichert, dass der Wahlschein sie schon erreichen werde. Oder sie könne im Wahllokal eine Legitimation vorzeigen. Dann würde sie ihre Stimme abgeben können.

„Das wollte ich diesmal unbedingt. Ich habe mich ja sehr dafür interessiert“, erklärt die Rentnerin. Aber so sollte es nicht für sie nicht enden. Der Wahlschein kam nie an. „Ich zeigte ihnen also meinen Reisepass und und meine Krankenversicherung. Aber ich war ja nicht in ihren Listen aufgeführt, und daher meinten sie, dass ich mich vorher um eine Wahlkarte hätte kümmern müssen. Ich wurde abgewiesen“, stellt sie verärgert fest. Sie wundert sich im Übrigen darüber, dass ihr nicht sofort beim Bürgerservice geholfen wurde.

Kein Wahlschein kein Einzelfall

Laut Kommune ist nicht nur Doris von der Heide bei der Europaparlamentswahl vergeblich ins Wahllokal gegangen. Aus noch unbekannter Ursache haben mehrere keinen Wahlschein für die EU-Wahl erhalten. Das haben um die 50 Bewohner am Ahlmannsvej, Sdr. Landevej und Sundquistgade in Sonderburg erlebt.

Sollte dieses Problem erneut bei der bevorstehenden Folketingswahl am 5. Juni auftreten, werden die Bürger aber ihre Stimme abgeben können. Sie müssen lediglich eine gültige Legitimation dabeihaben, verspricht die Wahlverantwortliche Aase Henriksen.

„Die Verantwortlichen in den Wahllokalen haben leider mehrfach erlebt, dass einige Wähler vor der Wahl keinen Wahlschein erhalten haben. Wir kennen die Ursache nicht, aber ich will gern unterstreichen, dass man als Stimmberechtigter seine Stimme abgeben kann, auch ohne Wahlschein. Wenn du als Wähler keine Wahlkarte z. B. für die Folketingswahl am 5. Juni erhältst, dann kannst du deine Bürgerpflicht erfüllen und trotzdem wählen. Man muss nur in seinem Wahllokal eine gültige Legitimation vorweisen können. Dann kann man als Stimmberechtigte eine Ersatzkarte erhalten.

Das Gleiche gilt übrigens auch für Wahlkarten, die abhandengekommen sind. Abgesehen von den fehlenden Wahlkarten lief die EU-Wahl in den 17 Wahllokalen übrigens vorzüglich. Der Stimmprozent lag in der Sonderburger Kommune bei 63 Prozent.

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Leitartikel

Gwyn Nissen
Gwyn Nissen Chefredakteur
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