Königinbesuch

Windige Zeremonie an der Königsschanze

Windige Zeremonie an der Königsschanze

Windige Zeremonie an der Königsschanze

Düppel/Dybbøl
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Bürgermeister Erik Lauritzen nahm die Königin am Eingang der Königsschanze in Empfang und geleitete sie zur Tribüne. Foto: Henning Bagger/Ritzau Scanpix

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An der Königsschanze auf Düppel haben Königin Margrethe und Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier am Sonntagnachmittag einer Zeremonie beigewohnt. Der Leiter des Geschichtszentrums Düppel sprach in seiner Rede von einem Symbol der Versöhnung und der Freundschaft zwischen zwei Nationen.

Der Wind war am Sonntagnachmittag stark auf den Düppeler Schanzen, und Königin Margrethe kam kurz ins Wanken, als eine Böe sie von der Seite anging.

Doch neben Sonderburgs Bürgermeister Erik Lauritzen setzte sie ihren Weg zur kleinen Tribüne fort, wo sie neben Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier, Staatsministerin Mette Frederiksen und weiteren politischen Gästen Platz nahm.

Die Königin neben Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier auf der Tribüne an der Königsschanze. Links im Bild Ministerpräsident Daniel Günther. Foto: Henning Bagger/Ritzau Scanpix

Königin Margrethe nahm am frühen Nachmittag aus Apenrade kommend an einer Zeremonie in der Königsschanze auf Düppel teil.

Der Leiter des Geschichtszentrums Düppel (Dybbøl), Bjørn Østergaard, hielt die Rede an jenem Ort, an dem Königin Margrethes Großvater, König Christian X, im Jahr 1920 gemeinsam mit 50.000 Dänen die „Wiedervereinigung mit Dänemark“ feierte, so Østergaard.

Symbol der Versöhnung und Freundschaft

„Ihre Majestät, Königin Margrethe von Dänemark, hat das sehr schön ausgedrückt: ‚Von einer offenen Wunde, die eine Narbe hinterließ, die bisweilen durchaus auch schmerzen konnte, ist der Tag mit der Zeit zu einem Andenken geworden, das wir bewahren und ehren'“, so Østergaard. Die Düppeler Höhe sei daher heute ein Symbol der Versöhnung und Freundschaft zwischen zwei Nationen.

Bjørn Østergaard kurz vor seiner Rede Foto: Sara Wasmund

Im Vorfeld seiner Rede verriet Bjørn Østergaard dem „Nordschleswiger“, ob er seine Rede schon vor einem Jahr fertig geschrieben hatte. „Nein, die ist erst im Laufe der vergangenen Woche entstanden“, so Bjørn Østergaard, der seine Rede eigentlich am 11. Juli 2020 hatte halten sollen.

Die Königsschanze als Ziel für Touristen

„Meine Aufgabe ist es, innerhalb von fünf Minuten zu skizzieren, was auf der Königsschanze passiert ist.“ Er hofft, dass durch die Zeremonie mit Königin und Bundespräsident viele Touristen und Besucher im Laufe des Sommers die Düppeler Schanzen besuchen werden. „Ich hoffe doch, nach diesem Tag wollen viele die Königsschanzen selbst mal sehen“, so Bjørn Østergaard.

Besonders viele Dannebrogs wehten am Sonntag auf den Düppeler Schanzen. Foto: Sara Wasmund

Im Anschluss an die Rede führten die Turnerinnen und Turner von DGI Sønderjylland eine Tanzformation vor, die Musikerinnen und Musiker von „Slesvigske Musikkorps“ spielten die Nummern „Kongernes Konge“ und „Jeg elsker de grønne Lunde“ sowie zum Abschluss den „Genforeningsmarch“.

Dann machte sich die Königin auf den Weg nach Sonderburg ­– wo sie gemeinsam mit Bundespräsident und Staatsministerin das Deutsche Museum für Nordschleswig besuchte.

Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier besucht die Düppeler Schanzen, begleitet wurde er dabei von Kommunalpolitiker und Vize-Bürgermeister von Sonderburg, Stephan Kleinschmidt (l.). Foto: Henning Bagger/Ritzau Scanpix
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