Häkelprojekt

Drollige Stofftierchen für Kinder im Ärztehaus

Drollige Stofftierchen für Kinder im Ärztehaus

Drollige Stofftierchen für Kinder im Ärztehaus

Tingleff/Tinglev
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Woche für Woche werden im Tingleffer Bastelladen „Kreativ Shopping" kleine Stofftierchen kreiert, die dem Ärztehaus als Trostspender für Kinder geschenkt werden. Foto: kjt

Strick- und Häkelgruppe fertigt im Tingleffer Bastel- und Hobbyladen „Kreativ Shopping“ Figuren an, die Kinder beim Arztbesuch trösten und ermutigen. Im Ärztehaus findet man die Spendenaktion klasse.

Da liegen sie, in Tüten fein verpackt. Liebevoll gehäkelte oder gestrickte süße Tierfigürchen. Drollige Igel, Tintenfische, Schnecken und andere niedliche Motive gibt es.

Sie erfüllen einen guten Zweck. Sie werden an das Tingleffer Ärztehaus geliefert, das die Tierchen wiederum an Kinder verschenkt, um sie im Wartezimmer oder bei der Behandlung zu beruhigen und abzulenken.

Die Idee für die kleinen Seelentröster hatte vor einigen Monaten Sussi Clausen, Inhaberin des Hobby- und Bastelgeschäfts „Kreativ Hobby“ in der Tingleffer Hauptstraße, nur einen Steinwurf vom Ärztehaus am Centerplatz entfernt.

Sinnvolle Resteverwertung

„Im Sortiment bleibt hin und wieder Häkel- und Strickwolle übrig, die für das Verarbeiten von größeren Teilen nicht mehr ausreicht. Ich sagte mir, dass man es doch noch irgendwie weiterverwenden müsste. Mir kam dann die Idee, solche kleine Figuren zu stricken bzw. zu häkeln und sie dann für Kinder im Ärztehaus zu spenden“, erzählt Sussi Clausen in ihrem Laden und zeigt dabei eine Kiste mit fein verpackten kleinen Stofftierchen.

Sussi Clausen mit einer Auswahl selbst hergestellter Stofftierchen Foto: kjt

Übrig gebliebenes Häkel- und Strickgarn stellt sie kostenlos zur Verfügung, und die Produktion erfolgt ehrenamtlich.

„Die Tierchen werden von der Strick- und Häkelgruppe gefertigt, die sich jeden Dienstag bei mir trifft“, berichtet Sussi Clausen, selbst Mitglied der Gruppe.

In geselliger Runde bei Kaffee, Gebäck oder Kuchen wird von 14 bis 16 Uhr munter drauflos gehäkelt und gestrickt. Es ist schon einiges zusammengekommen. „Es sind 88 Stück an Kinder verschenkt worden, und weitere 59 haben wir gerade losgeschickt“, so die Häkelexpertin.

Gemütlich und gesellig geht es bei den Strick- und Häkelrunden im Hobbygeschäft von Sussi Clausen (r.) zu. Foto: kjt

Für das Beliefern hat sie ihren Vater Karl Christiansen gewinnen können. Wenn er einen Untersuchungs- oder Behandlungstermin im Ärztehaus hat, dann bringt er Nachschub mit.

Im Ärztehaus ist man von dem Projekt angetan.

„Sind die nicht einfach süß?“, so die rhetorische Frage von Sprechstundenhilfe Kristina B. Frisk, als sie dem „Nordschleswiger" die bereitliegenden Tierchen zeigt.

Auch Arzt Steen Rubow kann den selbst hergestellten Trosttieren eine Menge abgewinnen.
„Wir freuen uns über die Figuren und haben sie auch schon eifrig genutzt“, so Rubow.

Wenn Kinder sich unwohl fühlen, Schmerzen haben oder einen Piks mit der Spritze bekommen, dann kommen die kleinen Stofftierchen ins Spiel.
„Wir finden, es ist ein Erfolg“, ergänzt der Arzt.

Die Idee mit den Stofftierchen kommt im Tingleffer Ärztehaus gut an. Sprechstundenhilfe Kristina B. Frisk findet die Figuren süß. Foto: kjt

Die Idee mit einem Trost spendenden kleinen Geschenk für Kinder ist auch im Tingleffer Ärztehaus nicht neu. „Wir hatten aber oft nur kleine Teile aus Plastik. Selbst hergestellte Tiere aus Stoff sind doch viel sinnvoller. Und sie sind auch schöner“, erwähnt Rubow.

Dass die Häkel- und Strickgruppe dafür kein Geld nimmt, finde er umso bemerkenswerter.

Kurz vorm Jahreswechsel hat sich die Belegschaft des Ärztehauses dennoch erkenntlich gezeigt. „Wir haben ein nettes Präsent bekommen unter anderem mit Kaffee und Schokolade. Das war eine schöne Geste“, so Sussi Clausen mit Dank an das Ärztehausteam.

Wir hatten aber oft nur kleine Teile aus Plastik. Selbst hergestellte Tiere aus Stoff sind doch viel sinnvoller. Und sie sind auch schöner.

Steen Rubow, Arzt in Tingleff

Im Hobbyladen geht die Produktion dienstags weiter. Eine Strick- und Handarbeitsgruppe gibt es dort auch jeden Donnerstag ebenfalls von 14 bis 16 Uhr. Bei Kaffee, Selter und Kuchen wird gewerkelt und geschnackt. „Jeder ist am Donnerstag oder am Dienstag willkommen. Wer Interesse hat, kann einfach vorbeischauen“, betont Sussi Clausen.

Teilnehmer können ganz ungezwungen eigene Sachen herstellen oder sich an der Produktion der Stofftierchen beteiligen. Davon könnte eventuell bald noch mehr gebraucht werden, denn „Chefauslieferer“ Karl Christiansen schwebt vor, die Trosttiere auch der Tingleffer Zahnklinik anzubieten.

„Das erscheint doch sinnvoll, denn dort gehen ja viel mehr Kinder ein- und aus. Mal sehen, was die dazu sagen“, so der Rentner, der eventuell bald eine weitere Lieferadresse zu bedienen hat.

Foto: kjt
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