Tønder Festival

Besserer Kartenvorverkauf als 2018

Besserer Kartenvorverkauf als 2018

Besserer Kartenvorverkauf als 2018

Tondern/Tønder
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Gourmetkoch Thomas Rode kocht an allen vier Festivaltagen. Foto: Archiv: Elise Rahbek

Campingplätze und Vier-Tages-Tickets sind bereits sehr gefragt. Mit Unterrichtsmaterial soll die Bedeutung des internationalen Musikereignisses vom 22. Bis zum 25. August bei Schülern vertieft werden. Die Musikschulen werden eingebunden.

Mit neuem Unterrichtsmaterial in deutscher und dänischer Sprache will sich das Tønder Festival stärker ins Bewusstsein bei Kindern und Jugendlichen brennen. Seit Dienstag können Lehrer auf beiden Seiten der Grenze das Material auf der Internetseite des Festivals finden und herunterladen, das von den drei Lehrern Anita Uggerholt Eriksen, Heidi Iwersen und C. C. Rasmussen in freiwilliger Arbeit erstellt worden ist. Iwersen und Rasmussen beziehen schon seit Jahren das Festival in ihren Unterricht ein.

Ihren Ausgangspunkt nahmen die Lehrkräfte im Schülerkonzert mit rund 5.000 Schülern von nördlich und südlich der Grenze. „Das Material kann vor, während und nach dem Festival in fast allen Unterrichtsfächern angewandt werden. Wir wollen vermitteln, welche Bedeutung das Festival für die Region hat und dass wir hier von einem internationalen Leuchtturm sprechen.

Das Festival zieht sich seinen Nachwuchs heran

Während des Schülerkonzerts wird es für diejenigen, denen es zu lang ist, auch kleinere Aufgaben wie Voxpops (Umfragen) u. ä. geben, erzählen Eriksen-Iwersen-Rasmussen. Die Schüler sind auch dazu aufgefordert, für das Schülerkonzert ein Plakat zu entwerfen. Die zehn besten Vorschläge werden auf dem Festivalplatz ausgestellt und für die Gewinner gibt es Freikarten für die ganze Klasse und ihren Lehrer m/w. Die drei Lehrer machen kein Geheimnis daraus, dass sich das Festival mit dieser Idee seinen Nachwuchs, was Publikum und neue Freiwillige, heranziehen möchte. Sie werden merken, dass das Festival nicht ein Stadtfest, sondern ein Ereignis internationalen Formats. Als Material wird den Lehrern und Schülern auch Artikel vom Nordschleswiger und JydskeVestkysten über das Festival dienen.

Vorverkauf liegt vorne

Aus musikalischer Sicht meldete die künstlerische Chefin, Maria Theessink, klar Schiff. Es hätte noch kein Künstler abgesagt und der Kartenvorverkauf laufe sehr, sehr gut, freute sie sich bei der Pressekonferenz. So sind mehr Campingplätze und Vier-Tages-Tickets als im Haushalt veranschlagt und als zum vergleichbaren Zeitpunkt 2018 verkauft worden, so ihre frohe Botschaft. Grund sei nicht nur das gute Renommee sondern auch das Vorprogramm (4-Plus) an den vier Tagen vor Festivalbeginn. Die Vier-Tages-Karten waren 2018 kurz vor Festivalstart alle ausverkauft. In diesem Jahr könne dies früher geschehen, da man schon über dem Ergebnis des Vorjahres liege, so Theessink. Der Wunsch, während des Festivals am Ort des Geschehens zu übernachten sei steigend. So waren die Tents schnell ausgebucht. Neue mussten bestellt werden. Auch für die sog. Lodges gab es eine rege Nachfrage.

Theessink erzählte weiter, dass das Festival in diesem Jahr eine Zusammenarbeit mit den Musikschulen Tondern, Sonderburg und Apenrade eingehe. Den Folkbands der Schulen wird eine Bühne zur Verfügung gestellt.

Die beiden Lehrerinnen Anita Uggerholt Eriksen (l.) und Heidi Iwersen in den neuen Festival-Tshirt. Sie haben das Unterrichtsmaterial mit ihrem ehemaligen Kollegen C.C. Rasmussen ausgearbeitet. Foto: Brigitta Lassen

Müllsortieren an der Quelle

In puncto Nachhaltigkeit macht das Festival einen weiteren Schritt. So haben Freiwillige

mit aufladbaren Batterien beleuchtete Abfalltonnen für drei Müllsegmente gebaut. „Wir haben schon seit langem Abfall sortiert Unsere Nachhaltigkeitsvorstöße fanden bislang unter Ausschluss der Öffentlichkeit statt. Nun werden die neuen Tonnen an vier zentralen Stellen auf dem Festivalplatz aufgestellt. Wir haben gemerkt, dass auch das Publikum Nachhaltigkeit wünscht“, erzählt der Müll-Freiwillige Mikael Sort.

Gourmetkoch an vier Tagen dabei

Beim Tønder Festival im vergangenen Jahr konnte einer kleiner Publikumskreis die Kochkünste von Thomas Rode erleben, der bei seinem ersten „Auftritt“ in Tondern begeistert war. Daher musste sich der Feinschmeckerkoch nicht lange bitten lassen, wiederzukommen. Ende August wird er an allen vier Festivaltagen Essen aus Lebensmitteln aus der Region zubereiten.

Auf seiner vorläufigen Speisekarte stehen bislang die Gerichte: gestovtes Gemüse mit Sødam-Hähnchen, kalte Erbsensuppe, Tatar, Apfelkuchen und „Æ hele skie å jet bræt“. Dahinter verbergen sich Produkte der Hoyeraner Schlachterei Højer Pølser und Käse von der Meierei Naturmælk.

Asylbewerber kochen Gerichte aus ihrer Heimat

Im Bereich der Weltküche wird es auch eine Neuheit geben. Bewohner der Asylanten-Wohnheime von AsylSyd in Hviding und Lügumkloster haben in den vergangenen Jahren schon beim Aufbau und Abbau der Zeltstadt mit angepackt. In diesem Jahr werden die Frauen aus den Heimen Gerichte aus ihrer Heimat kochen, während die Männer zurzeit dabei sind, die Fassaden einen Stand zurechtzuzimmern, erklärt die Essenschefin des Festivals, Bodil Jensen.

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