Uwe G. Hansen

Durch Zufall Maler entdeckt

Durch Zufall Maler entdeckt

Durch Zufall Maler entdeckt

ch/bi
Husum/Tondern
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Uwe G. Hansen
Uwe G. Hansen in seinem Element: Mit seiner Staffelei in der Marsch. Foto: privat

Husumer Galerist stieß bei Stadtbummel in Tondern auf Werke von Uwe Giedionsen Hansen. Noch bis zum 3. August läuft eine Sonderausstellung.

Kühner Strich und Mut zur Farbe. So beschreibt der Galerist Ocke Peters die aktuelle Ausstellung, bei der er mehr als 100 Werke des verstorbenen Kunstmalers Uwe Giedionsen Hansen, aus Tondern präsentiert.

In Peters Galerie in Husum sind die Gemälde bis zum 3. August zu sehen.

Auf einige der Hansen-Werke stieß der Magdeburger Ocke Peters, ausgebildeter Journalist und früherer Antikladenbesitzer, zufällig bei einem Besuch in Tondern. Beim Bummel durch die Fußgängerzone fand er in einem Trödelladen 15 Giedionsen-Werke, weitere wurden in einem Antikladen aufgestöbert. Peters kaufte die Aquarelle und kleinen Ölbilder, hat sie rahmen lassen und sie einer Ausstellung zusammengestellt.

Einen direkten Bezug zum Künstler habe er nicht. Er besuche oft Tondern zum Hotdog-Essen, so Peters.

Der Autodidakt Giedionsen Hansen, der besonders gern Motive aus der Marsch, den hohen Himmel, die weiten Landschaft und einsam gelegenen Gehöfte einfing, war eigentlich ausgebildeter Zimmermann. Seine Leidenschaft für das Malen wurde bereits in seiner Kindheit geweckt.

Eigentlich hätte er daher Kunst in Kopenhagen studieren wollen. Auf Drängen des Vaters machte er eine Lehre in der elterlichen Zimmerei. Nur zwei Jahre hielt es ihn dort. Nach einer Lehre als Dekorateur arbeitete er unter anderem im Haushaltwarengeschäft M. C. Christiansen in Tondern.

Dennoch kehrte er in den Familienbetrieb zurück, beendete seine Lehre als Zimmermann und übernahm zwei Jahre später mit seinem Bruder die Firma. Bis zu seinem Tod war der 1940 in Tondern Geborene in der Behinderteneinrichtung Løgumgaard beschäftigt.

Bei seinem Tod im Jahre 1995 hinterließ er mehr als 2.000 Gemälde, Pastelle und Aquarelle. Der Künstler blieb ein Expressionist mit Bodenhaftung, er entwickelte seine Kunst immer weiter und bediente sich neuer Techniken. Seine Witwe Annelie nahm an der Ausstellungseröffnung in Husum teil, die vom Flensburger Kunsthistoriker Dr. Thomas Gädecke vorgenommen wurde.

Die Galerie Peters, Treibweg 41 in Husum, ist montags bis freitags von 15 bis17.30 Uhr und sonnabends von 10 bis 12 Uhr geöffnet.

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