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Firma Zebotek – eine Erfolgsgeschichte in der Corona-Zeit

Firma Zebotek – eine Erfolgsgeschichte in der Corona-Zeit

Firma Zebotek – eine Erfolgsgeschichte in der Corona-Zeit

Ostergammelby/Øster Gammelby
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In der Firma Zebotek läuft es wie geschmiert. Foto: LAG-koordinator Haderslev-Tønder Solveig Kappel

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Während andere Betriebe unter der Corona-Pandemie ächzten, hat die erst zwei Jahre alte Firma in Ostergammelby so großen Wachstum verzeichnet, dass der Konkurrent in Tondern aufgekauft wurde.

Es läuft und läuft und läuft. Der Neuunternehmer Tommy Zeeberg Sørensen gründete vor zwei Jahren die Maschinenfabrik Zebotek in Ostergammelby (Øster Gammelby) bei Bredebro. Die Geschäfte laufen so gut, dass er jetzt die Maschinenwerkstatt Reiner Larsen Maskinfabrik in Tondern aufgekauft hat. Der Galgestrømsvej in Tondern (Tønder) wird die künftige Firmenadresse sein.

„Ich weiß eigentlich nicht, was wir leisten können, was andere nicht können. Wir machen halt gute Produkte und können unser Handwerk. Bei uns läuft es so gut, dass wir kaum Schritt halten können“, erzählt Tommy Zeeberg Sørensen. Er gründete im März 2019 das Unternehmen und wurde dabei von seinem Kollegen Tommy Bossen unterstützt, der für den Ein- und Verkauf der Firma verantwortlich ist.

Umzug nach Tondern

Ende 2021, Anfang 2022 soll die Fusion physisch vollzogen werden. Dann wird der 36-Jährige 20 Mitarbeiter beschäftigen. Die eigene siebenköpfige Belegschaft zieht komplett mit um, und alle Angestellten von Reiner Larsen werden übernommen.

Seit der Gründung sind die Auftragsbücher gut gefüllt. Die Kundschaft kommt aus der Landwirtschaft und anderen Betrieben. Gearbeitet wird mit vielen verschiedenen Materialien – vom Plastik und Holz bis hin zum Metall. Die breite Produktpalette macht die Firma robuster. Die Drehbänke, Fräsmaschinen und die Bandsägen laufen rund um die Uhr.

Tommy Zeeberg Sørensen gründete die Firma vor zwei Jahren. Foto: sdfadsf

„Wir haben in Ostergammelby nicht genug Platz. Daher passte es ganz gut, dass ich die Firma kaufen konnte, die über wesentlich mehr Fläche verfügt als wir. Dort können wir die Werkteile dann auch lackieren, was ein großer Vorteil ist. Dann können wir alle Wünsche der Kunden an einem Ort erfüllen“, erzählt er.

Während Corona ging es vorwärts

Von der Corona-Pandemie sind die Geschäfte überhaupt nicht negativ beeinflusst worden. „Im Gegenteil, in dieser Zeit sind wir gewachsen und gewachsen“, freut sich Sørensen, der aus Söllstedt (Sølsted) stammt.

Tommy Sørensen ist wie sein Teilhaber Jahrgang 1985. Sie sind beide gelernte Maschinenarbeiter, der eine in der Maschinenfabrik Okholm in Tondern, der andere bei Finsø in Bredebro. Man kannte sich von der Lehrzeit, verlor sich aber fast 15 Jahre aus den Augen. Erst bei einer Feier trafen sie sich wieder. Sehr schnell wurde über die Gründung einer eigenen Firma gesprochen.

Diese Anerkennung und Aufmerksamkeit bedeuteten uns viel. Die Unterstützung von unserem Umfeld ist alles entscheidend gewesen. Ein Neugründer zu sein, bedeutet viel Arbeit. In unserer Region gibt es aber stabile Betriebe, die unsere Kunden geworden sind. Damit hatten wir ausreichend Arbeit in der unsicheren Corona-Zeit.

Tommy Bossen

Dass er den Sprung in die Selbstständigkeit geschafft hat, beweist auch die Nominierung für den Titel als Neugründer 2020, der jedes Jahr vom Tonderner Wirtschaftsrat verliehen wird. Die Firma belegte einen zweiten Platz.

„Diese Anerkennung und Aufmerksamkeit bedeuteten uns viel. Die Unterstützung von unserem Umfeld ist alles entscheidend gewesen. Ein Neugründer zu sein, bedeutet viel Arbeit. In unserer Region gibt es aber stabile Betriebe, die unsere Kunden geworden sind. Damit hatten wir ausreichend Arbeit in der unsicheren Corona-Zeit", erklärt Tommy Bossen.

400.000 LAG-Kronen

Bei seinem Sprung in die Selbstständigkeit wurde der Neugründer vom Wirtschaftsrat in Tondern beraten. Dort sah man Potenzial für die Geschäftsideen und schlug dem Unternehmer vor, Gelder aus dem Topf für ländliche Entwicklung (LAG – lokale Aktionsgrupper) für den Bereich Hadersleben-Tondern zu beantragen.

Die Auftragslage war gut, sodass Kapital für weitere Mitarbeiter und Maschinen für die hochtechnisierte Firma gut gebraucht werden konnte. Das war ein guter Tipp. Im vergangenen Jahr wurde ein Zuschuss in Höhe von 400.000 Kronen bewilligt. Mit diesem Geld konnten ein bis zwei neue Mitarbeiter angestellt werden. Mit der Erlangung des Gütezertifikats ISO 9001 kann auch die Raumfahrtindustrie bedient werden.

Die LAG-Mittel haben dem Jungunternehmer, der keine großen Rücklagen hatte, von denen er zehren konnte, auf die Sprünge geholfen, zumal bei der Gründung auch in Maschinen investiert werden musste.

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Anke Krauskopf
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