Eröffnung

Erste Reaktionen: Das sagen die Gäste zum neuen Museum

Erste Reaktionen: Das sagen die Gäste zum neuen Museum

Erste Reaktionen: Das sagen die Gäste zum neuen Museum

Annika Zepke
Annika Zepke Journalistin
Sonderburg/Sønderborg
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Die Gäste der Eröffnungsfeier waren von der Ausstellung begeistert. Foto: Friedrich Hartung

Im Anschluss an die Eröffnung gab es für die geladenen Gäste exklusive Führungen durch das Museum. Aufgrund von Corona mussten diese zwar verhältnismäßig kurz ausfallen, der Stimmung der Gäste konnte das jedoch nichts anhaben. Das Fazit fiel durchweg positiv aus.

„Das ist eine feine Ausstellung geworden – sehr zeitgemäß, modern präsentiert und nicht so verstaubt“, findet der Nordschleswiger Jens-Christian Beuke nach seinem Rundgang durch die Ausstellung. Auch der SP-Politiker Carsten Leth Schmidt ist beeindruckt von der Ausstellung: „Ich finde sie immer wieder imponierend.“

Lobende Worte

Doch nicht nur bei den Nordschleswigern selbst kommt das neu eröffnete Museum mitsamt seiner Inhalte gut an. Auch CDU-Politiker Arne Rüstemeier aus Flensburg hat nur lobende Worte parat: „Die Ausstellung ist total klasse. Alles ist gut beschrieben und logisch aufgeteilt. Auch die Räumlichkeiten sind klasse. Da bekommt man Lust, noch einmal wiederzukommen und sich alles intensiver anzugucken.“

Für drei der geladenen Gäste war der Rundgang durch die Ausstellung ein ganz besonderes Erlebnis: Tobias Klindt, Maylies Rossberg und Linea Kopf sind nämlich selbst Teil der Ausstellung.

Identität und Zukunft

Der letzte Ausstellungsraum ist den Themen Identität und Zukunft gewidmet. Dort kommen junge Nord- und Südschleswiger zu Wort, die den Besuchern auf großen Bildschirmen einen Eindruck ihrer Identität vermitteln und erzählen, wie sie die Zukunft der Minderheit sehen.

Tobias Klindt, Maylies Rossberg und Linea Kopf sind Teil der Ausstellung. Foto: Annika Zepke

„Das ist schon lustig, mit 21 Jahren schon selbst im Museum ausgestellt zu sein“, amüsiert sich der junge Nordschleswiger Tobias Klindt über seine Videotafel.

„Nur die eigene Stimme in Dauerschleife zu hören, ist etwas gewöhnungsbedürftig“, ergänzt Maylies Rossberg lachend. Der jungen Südschleswigerin gefällt am letzten Ausstellungsraum besonders, dass kein Unterschied zwischen Nord- und Südschleswig gemacht wird, sondern Mitglieder beider Minderheiten zu Wort kommen: „Ich finde es cool, dass sie an uns gedacht haben. Denn es ist wichtig, dass man auch an die Zukunft denkt“, so Rossberg.

Minderheitenleben im Grenzland

Für Linea Kopf aus Südschleswig ist es vor allem die Gegenwartsperspektive, der sie in der Ausstellung Gehör verschaffen möchte: „Das ist super spannend, auch die Gegenwarts- und nicht nur die Zukunftsperspektive zu haben. Denn wir spiegeln ja das aktive Minderheitenleben im Grenzland wider.“

Auch Museumsleiter Hauke Grella ist zufrieden mit der Ausstellungseröffnung und freut sich über das positive Feedback. Auf die Frage des „Nordschleswigers“, wie er sich nach dem Eröffnungstrubel fühle, antwortet er lachend: „Warm. Aber ich habe in Gesprächen mit den Gästen den Eindruck gewonnen, dass das Museum gut ankommt. Das steht für mich im Mittelpunkt. Das zeigt uns, dass das Konzept funktioniert und den Leuten gefällt.“

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