Gesetzesänderung

Knöllchen-Flut in Nordschleswig

Knöllchen-Flut in Nordschleswig

Knöllchen-Flut in Nordschleswig

dodo
Nordschleswig
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Foto: Bax Lindhardt/ Ritzau Scanpix

Die Kommunen in Nordschleswig müssen seit diesem Jahr einen größeren Teil der Bußgeld-Einnahmen an den Staat abgeben. Um die Kosten der Parkwächter zu decken, müssen diese nun mehr Knöllchen verteilen.

Das Risiko, in einer der vier Kommunen in Nordschleswig ein Bußgeld wegen Falschparkens zu erhalten, ist seit Anfang des Jahres deutlich gestiegen. Die nordschleswigsche Parkkooperation „P-Syd“ hat sich zum Ziel gesetzt, in diesem Jahr mindestens 10.000 Knöllchen zu verteilen. Das ist ein knappes Viertel mehr als im vergangenen Jahr, als die Parkwächter in Hadersleben, Apenrade, Tondern und Sonderburg Autofahrer 7.457 Mal zur Kasse gebeten hatten.

Der Grund für das neue Ziel ist ein neues Parkgesetz, das am 1. Januar in Kraft getreten ist, und die Kommunen dazu verpflichtet, einen größeren Teil der durch Falschparker eingenommen Bußgelder, an den Staat abzugeben. Bisher waren es 50 Prozent, seit Beginn des Jahres müssen die Kommunen nun 70 Prozent nach Kopenhagen überweisen.

„Es ist eine einfache Rechnung, mit der wir dafür sorgen, dass die Kasse am Ende stimmt. Wir machen durch die Parkkontrollen keinen Gewinn, und deshalb müssen wir 10.000 Bußgelder ausstellen, damit unter dem Strich die Null steht“, so Jens-Kristian Mikkelsen, Abteilungsleiter bei P-Syd, zu TV Syd.

Fokus auf die großen Städte

Der Fokus der Parkwächter soll künftig vor allem auf den großen Städten im Landesteil liegen. „Es geht darum, dort zu sein, wo es etwas zum Aufschreiben gibt. Bisher waren wir zum Beispiel auch in Randgebieten wie Norburg oder Gramm unterwegs, um Präsenz zu zeigen. Jetzt werden wir uns aber auf die vier großen Städte konzentrieren“, sagt Mikkelsen.

2018 nahmen die vier Kommunen insgesamt 3,8 Millionen Kronen durch Park-Bußgelder ein. Um die Kosten für die Parkwacht nach der Erhöhung des Prozentsatzes weiter decken zu können, müssen die vier Parkwächter täglich zwei bis drei Strafzettel mehr ausstellen.

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