Deutsche Minderheit

Musikvereinigung Nordschleswig hat neue Chorleiterin

Musikvereinigung Nordschleswig hat neue Chorleiterin

Musikvereinigung Nordschleswig hat neue Chorleiterin

Katja Elsberger
Nordschleswig
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Chorleiterin Monika Merz gibt den Basssängern den Takt vor. Foto: Katja Elsberger

Die Musikvereinigung Nordschleswig hat eine neue Chorleiterin: Monika Merz aus Zornheim in der Nähe von Mainz gibt nun den Ton bei den Chören der Musikvereinigung an und vertritt für 15 Monate Susanne Heigold in ihrem Amt. Die 54-Jährige hat Chorleitung an der Musikhochschule Mainz studiert und leitet seitdem Chöre verschiedener Gattungen.

„Singen ist das Atmen der Seele“, ist das Motto von Chorleiterin Monika Merz. Die 54-Jährige übernimmt für 15 Monate die Chorleitung der Musikvereinigung Nordschleswig und vertritt Susanne Heigold in ihrem Amt.

Das Singen begleitet Monika Merz seit ihren Jugendtagen. An der Musikhochschule Mainz hat sie Chorleitung studiert und arbeitet heute in Deutschland als Stimmbildnerin, Chorleiterin und Sängerin. Die 54-Jährige lebt in Zornheim in der Nähe von Mainz. In ihrer Laufbahn hat Merz bereits verschiedenste Chorformationen geleitet und arbeitet in allen Stilrichtungen, von Klassik, Pop über Jazz, weltlich wie auch geistlich. Seit fünf Jahren leitet sie unter anderem den Frauenchor „Femtastix“.

„Singen verbindet“

„Singen verbindet“, ist sich die Chorleiterin sicher. „Das finde ich am Chorsingen so schön: Es ist ein soziales Miteinander, man erschafft etwas zusammen“, so Merz. „Jeder kann sich individuell in die Gemeinschaft einbringen.“

„Ich freue mich darauf mit den verschiedenen musikalischen Projekten einen Teil bei der deutschen Minderheit in Dänemark beizutragen und den 100. Geburtstag unterstützen kann“, so Merz. „Mit der Musikvereinigung kann ich Dänisch und Deutsch im Chorklang vereinen.“

Nordische Klänge

Mit den Chören in ihrer Heimat hat sie bereits Lieder auf Norwegisch, Schwedisch und Finnisch gesungen. „Ich mag die nordischen Klänge sehr“, erzählt Merz. Dänische Lieder hat sie noch nie mit einem Chor einstudiert. „Ich freue mich auf die Herausforderung.“

Auf die freie Stelle als Chorleiterin ist Monika Merz auf Facebook aufmerksam geworden. „Ich bin eigentlich nie drin, aber die Anzeige ist mir sofort aufgefallen. Das war ein großer Zufall.“ Danach hat die 54-Jährige sich genauer über die Musikvereinigung und den Bund Deutscher Nordschleswiger informiert. Nach einem Telefonat mit Chorleiterin Susanne Heigold und BDN-Generalsekretär Uwe Jessen hat die 54-Jährige beschlossen: „Ich mach's!“

Rückhalt von den Chören daheim

Wichtig ist der Mainzerin, dass auch das Weiterbestehen ihrer Chöre in Rheinland-Pfalz gesichert ist. „Die Sänger und Sängerinnen unterstützen meine Entscheidung. Das war mir sehr wichtig, auch von meinen Chören Rückhalt zu haben.“ Die 54-Jährige wollte mit einem „guten Gewissen“ in ihre neuen Projekte in Nordschleswig starten. „Ich bin sehr glücklich, dass alles so gut funktioniert!"

„Singen ist das Atmen der Seele" ist das Motto von Chorleiterin Monika Merz. Foto: Katja Elsberger

Stimmbildung als „Steckenpferd“

„Stimmbildung ist mein Steckenpferd“, so Merz. „Es ist faszinierend, was man an seiner Stimme für sich verändern kann, wenn man Stimmbildung macht.“ Unter anderem spielen die Atmung und die Stimmführung eine wichtige Rolle. „Stimmbildung ist Training. Es geht darum, wie man seine Stimme führt und diese richtig einsetzt.“ Chorsänger und -sängerinnen, die gerne an ihrer Stimme arbeiten möchten, können sich an Monika Merz wenden.

Erste Chorprobe

Die Musikvereinigung Nordschleswig besteht aus den Chören der Kommunen Apenrade, Tondern und Hadersleben. Ihre erste Probe hatte Monika Merz am Montag mit dem Apenrader Chor. „Die Chorprobe hat großen Spaß gemacht. Ich bin sehr nett empfangen worden. Die Sänger und Sängerinnen sind engagiert, diszipliniert und sehr offen für meine Art der Probengestaltung“, lobt die 54-Jährige.

Carmina Burana

Ein großer Programmpunkt in diesem Jahr ist das Werk „Carmina Burana“ von Carl Orff. Für Merz ist das Chor-Projekt ein „Großraum-Projekt“, denn bei der Umsetzung sind alle Chor-Gattungen „unter einem Dach“, wie sie sagt. Extra für „Carmina Burana“ wird Merz in nächster Zeit einen Kinderchor gründen – sie hofft, dass viele bei diesem Projekt mitmachen. „Ich könnte mir vorstellen, dass der Kinderchor auch nach dem Projekt fortbesteht.“

Probenzeiten

In Apenrade finden die Proben montags ab 19.30 Uhr im Deutschen Gymnasium für Nordschleswig statt. Mittwochs ab 19 Uhr trifft sich der Chor in Hadersleben in der Hertrug Hans Kirke. Der Chor in Tondern trifft sich immer donnerstags ab 19 Uhr in der Ludwig-Andresen-Schule. Einmal monatlich treffen sich alle Chöre zu einer Gesamtprobe. Interessierte, die noch gerne mitsingen wollen, können zu den Proben kommen.

Den Probenplan und weitere Informationen zur Musikvereinigung Nordschleswig finden Interessierte im Internet unter musikvereinigung.dk.

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