Tourismus

Neuer Service: Chatbot Ruth ist immer erreichbar

Neuer Service: Chatbot Ruth ist immer erreichbar

Neuer Service: Chatbot Ruth ist immer erreichbar

Nordschleswig
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Viele Touristen haben dieselben Fragen, der Chatbot bleibt geduldig. Foto: Visit Danmark

Mit einem Chatbot will Destination Sønderjylland rund um die Uhr für die Touristen da sein. Dieser Service ist der erste seiner Art.

Der nordschleswigsche Tourismusverband Destination Sønderjylland hat seit Freitag eine neue Mitarbeiterin. Diese arbeitet sieben Tage in der Woche, 24 Stunden am Tag. Der Chatbot namens Ruth wurde in Zusammenarbeit mit dem Unternehmen „Fair“ entwickelt und ist der erste seiner Art im Bereich der Tourismusdienstleistung. Das berichtet Karsten Justesen, Direktor bei Destination Sønderjylland, in einer Pressemitteilung.

Konversation über Messenger

Auf der Webseite des Tourismusverbandes kann man in Facebook Messenger mit dem Roboter schreiben und ihm Fragen stellen. Sobald die Kommunikation gestartet ist, kann der Gast jederzeit über das Messenger-Konto auf die „Konversation“ zugreifen und den Dialog dort fortsetzen, wo er zuletzt beendet wurde.

Ruth wurde von den Mitarbeitern von Destination Sønderjylland und den städtischen Tourismusbüros geschult, um alle allgemeinen Fragen zu beantworten, die Touristen stellen. Es sind sehr oft die gleichen Dinge, die die Gäste wissen möchten.

Chatbot Ruth lernt dazu

Durch das Training kann Ruth die meisten Fragen beantworten. Im ersten Jahr wird es jedoch zweifellos Fragen geben, auf die Ruth keine Antwort geben kann, aber sie wird immer schlauer, und bereits nach einem Jahr in Betrieb soll sie über 80 Prozent der gestellten Fragen beantworten können, sagt der Direktor Karsten Justesen.

Der Chatbot kommuniziert zur Zeit nur auf Dänisch, das soll sich aber ändern. Foto: Destination Sønderjylland

Bisher „spricht“ sie nur Dänisch

Anfangs ist dieser Service nur auf Dänisch verfügbar. Wenn er jedoch erfolgreich ist, ist es relativ einfach, dem Roboter das Sprechen von Deutsch, Englisch und Niederländisch beizubringen, und dies ist in jedem Fall der nächste Schritt. Darüber hinaus ist es möglich, über die App Push-Nachrichten an Gäste zu senden und diese über aktuelle Ereignisse an diesem Tag zu informieren.

„Wir müssen immer auf dem neuesten Stand sein, wie wir mit den Touristen kommunizieren, und obwohl es ein Roboter ist, der die Fragen beantwortet, hoffen wir, dass die Gäste es so erleben, als ob sie einen Dialog mit einer realen Person führen“, so Justesen. Die Gäste können mit Ruth am Frühstückstisch sitzen und plaudern und anhand ihrer Antwort planen, wofür der Tag verbracht werden soll.

Diese Initiative ist nur der erste Schritt bei der Entwicklung des Tourismusdienstes für Gäste in Südjütland. Vor der nächsten Saison ist geplant, an ausgewählten Orten Informationsbildschirme aufzustellen, an denen sich die Gäste inspirieren lassen, was sie besuchen können.

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