Region Süddänemark

Patienten sollen Teil der Forschung werden

Patienten sollen Teil der Forschung werden

Patienten sollen Teil der Forschung werden

Vejle
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Region Süddänemark
Zentraler Sitz der Region Süddänemark in Vejle. Foto: Cornelius von Tiedemann

Der Regionsrat der Region Süddänemark hat eine neue Strategie für Gesundheitsforschung verabschiedet. Sie beinhaltet mehr Einbeziehung von Patienten, Kommunikationsforschung und generell mehr Mittel für die Forschung.

„Selbst wenn die Forschung vielleicht etwas fern wirken kann, wenn man als Patient in einem unserer Krankenhäuser ist, ist sie für die Behandlung, die wir im Gesundheitswesen erhalten, fundamental“, sagt die Regionsratsvorsitzende Stephanie Lose (Venstre) in einer Pressemitteilung der Region.

„Wenn das Gesundheitspersonal Zeit darauf verwendet, sich zum Beispiel in neue Behandlungsweisen zu vertiefen, trägt es dazu bei, neue Behandlungen zu entwickeln, die uns allen zugutekommen“, sagt sie. Deshalb sollen künftig auch die Patienten Teil der neuen Strategie sein und in Räte und Ausschüsse einbezogen werden.

Zudem soll die Zahl der Forscher erhöht werden, um „fünf Prozent jährlich“, wie es heißt. Mit der neuen Strategie werde nicht mehr nur das Uniklinikum in Odense der Forschungsstandort im süddänischen Gesundheitswesen sein, sondern auch die anderen Krankenhäuser würden stärker einbezogen, sagt der Vorsitzende des Gesundheitsausschusses der Region, Poul-Erik Svendsen (Soz.).

„Das erreichen wir teils dadurch, es den Forschern zu erleichtern, Mittel zu generieren und Zugang zu relevanter Literatur zu bekommen, und teils dadurch, die Krankenhäuser dazu zu verpflichten, einen Teil ihrer Betriebsmittel für Forschungszwecke zu nutzen“, sagt er.

Dadurch, dass alle Hospitäler bis 2029 mindestens drei Prozent ihrer Betriebsmittel für Forschung ausgeben sollen (zwei Prozent bis 2023), sollen hoch qualifizierte Mediziner in die Region und an die einzelnen Krankenhäuser gelockt werden.

Bereits in den Entstehungsprozess der neuen Strategie waren neben Fachleuten und Politikern auch Patienten einbezogen.

Fakten

  • 2017 wurden viermal so viele Mittel für Forschung in der Region ausgegeben wie noch 2007.
  • 2017 wurden dreimal so viele Forschungsartikel aus der Region veröffentlicht wie noch 2007 (2017: 1.800 Artikel).
  • Die Zahl der in der Region beschäftigten Forscher hat sich seit 2007 von 200 auf 800 vervierfacht.
  • Seit dem 1. Januar 2019 haben sämtliche Krankenhäuser in der Region den Status eines Universitätsklinikums unter dem Dachnamen „Syddansk Universitetshospital“.
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