Jugendverband und DSSV

Vielseitig für die Minderheit im Einsatz

Vielseitig für die Minderheit im Einsatz

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Nordschleswig
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Mit seiner Erfahrung als ehemaliger Profi-Handballer soll Hans Martin Asmussen dabei helfen, den Knivsberg für Sportvereine attraktiver zu machen. Foto: Archiv DN

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Hans Martin Asmussen tritt nach den Sommerferien seine neue Stelle in der Minderheit an. Das Besondere daran: Er ist zur Hälfte beim Jugendverband und zur Hälfte beim DSSV angestellt. Vor allem für den Knivsberg hat er aus sportlicher Sicht für die Zukunft Großes geplant.

Seit Jahren ist es gang und gäbe, dass Abiturienten nach ihrem Abschluss für ein Jahr als Teilzeitkraft beim Jugendverband arbeiten und beispielsweise als Sporttrainer in den Vereinen mithelfen, bevor sie ihr Studium beginnen. Das habe auch immer super funktioniert, erzählt der Abteilungsleiter des Deutschen Jugendverbandes für Nordschleswig (DJN), Lasse Tästensen. Richtig zufrieden war er mit der Lösung aber nie.

„Wir wünschen uns seit Langem eine dauerhafte Lösung, allerdings ist es schwer jemanden für eine halbe Stelle zu finden“, so Tästensen.

Mehr Kontinuität

Es fehlte an Kontinuität, vor allem auch für die Vereine, die immer wieder neue Ansprechpartner vorgesetzt bekamen. Deshalb wandte sich der Abteilungsleiter vor einiger Zeit an die Schulrätin des Deutschen Schul- und Sprachvereins für Nordschleswig (DSSV), Anke Tästensen, um aus einer halben Stelle eine ganze zu machen.

„Es ist eine Win-win-Situation, weil es so viel leichter zu koordinieren ist, wann und wo die Person eingesetzt wird, als wenn wir jemanden hätten, der zur Hälfte bei einer Stelle außerhalb der Minderheit angestellt ist. Die Zusammenarbeit mit den Schulen ist für uns sowieso immens wichtig, weil es viele Synergien gibt“, so der DJN-Abteilungsleiter.

Somit wurden nun zwei halbe Stellen beim Jugendverband und beim DSSV geschaffen, die künftig Hans Martin Asmussen bekleiden wird. Neben seiner Tätigkeit als Lehrer an der Deutschen Schule Buhrkall soll er beim Jugendverband vor allem die Projektarbeit im Bereich des Vereinssportes und der Knivsbergaktivitäten vorantreiben.

Start nach den Sommerferien

Los geht es nach den Sommerferien in der kommenden Woche. „Ich freue mich schon sehr auf die neue Herausforderung“, sagt der 34-jährige Lehrer und ehemalige Profi-Handballer.

Hans Martin Asmussen ist ehrenamtlich beim Team Nordschleswig als Trainer der U18 tätig. Foto: Team Nordschleswig

Eine seiner Kernaufgaben soll es laut Lasse Tästensen sein, Konzepte zu entwickeln, wie vermehrt Sportvereine auf den Knivsberg gelockt werden können und der „Berg“ im Allgemeinen als Sportstätte weiterentwickelt werden kann.

Sportleistungszentrum Knivsberg

Und Asmussen bringt direkt Ideen mit. „Mein großes Ziel ist es, den Knivsberg künftig auch als Sportleistungszentrum zu nutzen. Die Bedingungen sind großartig. Schlafmöglichkeiten, Räumlichkeiten für theoretische Schulungen sowie eine Küche, um Verpflegung bereitzustellen sind bereits vorhanden, und auch die Beschaffenheit des Geländes ist ideal für Sportmannschaften, um ein Trainingslager durchzuführen“, so Asmussen, der als ehemaliger Handballprofi selbst schon einige Trainingslager durchgeführt hat.

Allerdings gebe es auch noch Punkte, in die Arbeit und Geld investiert werden müssen. So bemängelt er unter anderem die Rasenqualität auf den Sportfeldern sowie das Fehlen eines Fitness-Raumes.

„Da müssten wir noch einiges tun, aber das sind alles Punkte, die wir, denke ich, hinbekommen und dann kann der Knivsberg wirklich Anlaufpunkt für Sportvereine werden, die sonst vielleicht beispielsweise irgendwo nach Süddeutschland zur Vorbereitung auf die Saison fahren“, sagt der 34-Jährige.

Kinder für Faustball begeistern

Ein weiterer Punkt, der auf seiner Agenda weit oben steht, ist der Faustball, und die Frage, wie künftig mehr Kinder in Nordschleswig für den Sport begeistert werden können.

„Wir sehen bereits, wie viel Spaß die Kinder am Faustball haben, weil es ein Sport mit vielen Facetten ist, weil er zum einen Schnelligkeit und zum anderen aber auch Kraft beim Schlagen des Balles erfordert. Die Erfahrung, die wir bisher gemacht haben ist, dass Kinder, die Faustball einmal ausprobiert haben, auch wiederkommen“, so Asmussen.

Eine Herausforderung, um die er sich kümmern muss, ist, Ehrenamtliche zu finden, die für die Kinder Training anbieten.

„Ehrenamtliche sind das Wichtigste überhaupt. Davon, wie viele wir finden, wird abhängen, wie groß der Faustball in Nordschleswig wachsen kann. Ich hoffe, wir schaffen es beispielsweise mit Angeboten für Lehrgänge, viele Eltern davon zu überzeugen, bei sich Faustballtraining anzubieten“, sagt Hans Martin Asmussen, der aktuell selbst ehrenamtlich als Cheftrainer mit der U18-Männer-Faustballmanschaft in Österreich an der Weltmeisterschaft teilnimmt.

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