Eishockey

SønderjyskE stürmt ins Pokalfinale

SønderjyskE stürmt ins Pokalfinale

SønderjyskE stürmt ins Pokalfinale

Aalborg
Zuletzt aktualisiert um:
SønderjyskE-Jubel nach der Schlusssirene. Foto: Henning Bagger/Ritzau Scanpix

Die Eishockeyspieler von SønderjyskE sind  beim Pokal-Final-Four in Aalborg höchst überraschend ins Endspiel eingezogen. Die Hellblauen konnten in einem dramatischen Halbfinale den hohen Favoriten Rungsted Seier Capital mit 4:3 in die Knie zwingen.

Der souveräne Liga-Tabellenführer war mit sieben Siegen in Folge ins Halbfinale gegangen, musste sich aber ein hart arbeitendes und taktisch diszipliniertes SønderjyskE-Kollektiv mit 3:4 geschlagen geben.

Yannick Vedel wurde mit seinem Siegtreffer knapp drei Minuten vor Schluss zum Matchwinner.

Cameron Brown erzielt das frühe 1:0. Foto: Henning Bagger/Ritzau Scanpix

Fast hätte ein gigantischer Schiedsrichter-Fehler SønderjyskE um den Finaleinzug gebracht. Die vier Unparteiischen hatten in der Schlussminute übersehen, dass Rungsted für nicht weniger als 20 Sekunden sieben Spieler auf dem Eis hatte.

„Amateur-Hockey-Liga“, schimpfte ein aufgebrachter Mario Simioni lautstark an der Bande, nachdem er sich mit Schiedsrichter Martin Theiltoft Christensen ein Wortgefecht geliefert hatte.

Torwart Patrick Galbraith hielt aber in den hektischen Schlusssekunden den nicht unverdienten SønderjyskE-Sieg fest, nachdem die Hellblauen in einem guten Eishockeyspiel bereits mit 2:0 vorne und 2:3 hinten gelegen hatten.

Cameron Brown bescherte dem Außenseiter einen Traumstart. Sein Treffer nach nur 88 Sekunden spielte SønderjyskE in die Karten. Mit einer taktisch disziplinierten Leistung aus einer soliden Defensive heraus kontrollierte der Außenseiter das Geschehen und hielt die stärkste Offensive der Liga von Torchancen fern.

Der Schwede Victor Rollin Carlsson war nach langer Verletzungspause in die SønderjyskE-Mannschaft zurückgekehrt. Foto: Henning Bagger/Ritzau Scanpix

Nach langer Verletzungspause waren Victor Rollin Carlsson und Matt Prapavessis in die SønderjyskE-Mannschaft zurückgekehrt, und der kanadische Verteidiger bereitete mit einem präzisen Steilpass das 2:0 vor.

Fünf gegen fünf hatte SønderjyskE den Gegner im Griff, doch die Hellblauen gerieten durch Hinausstellungen in Schwierigkeiten. Einige waren unnötig, andere mehr als zweifelhaft. In Unterzahl fiel der Anschlusstreffer, und kurz nachdem SønderjyskE 75 Sekunden mit zwei Mann weniger auf dem Eis überstanden hatte, wurde ein Fehler im Aufbauspiel mit einem Konter zum 2:2 bestraft.

Rungsted übernahm das Momentum und schien mit dem 3:2 zu Beginn des Schlussdrittels auf die Siegerstraße einzubiegen, doch nur 31 Sekunden später konnte Mathias Borring Hansen mit dem 3:3-Ausgleich neue Hoffnung schöpfen.

Yannick Vedel jubelt über seinen Siegtreffer. Foto: Henning Bagger/Ritzau Scanpix

SønderjyskE spielte in der Schlussphase weiter nach vorne und wurde mit dem 4:3 belohnt, als Yannick Vedel ein gutes Auge bewies und einen Schuss von Victor Rollin Carlsson unhaltbar für den gegnerischen Torwart abfälschte.

SønderjyskE überstand die Schlussoffensive des Gegners und trifft im Pokalfinale am Sonnabend ab 18 Uhr auf den Lokalrivalen Esbjerg Energy, der sich im anderen Halbfinale gegen die Aalborg Pirates mit 5:4 nach Penaltyschießen durchsetzte.

SønderjyskE - Rungsted Seier Capital (1:0,1:2,2:1) 4:3

1:0 Cameron Brown (1:28),2:0 Martin Eskildsen (22:46/Ass.: Matt Prapavessis), 2:1 Charlie Sarault (24:34/5 gegen 4), 2:2 Nichlas Hardt (34:22), 2:3 Tim Daly (44:03), 3:3 Mathias Borring Hansen (44:34/Ass.: Brendan Harms, Cameron Brown), 4:3 Yannick Vedel (57:08/Ass.: Victor Rollin Carlsson).

Zeitstrafen: SE 5x2 – RSC 3x2 Minuten. Schiedsrichter: Jens Christian Gregersen/Martin Theiltoft Christensen. Zuschauer: 0.

Mehr lesen

Wort zum Sonntag

Ole Cramer
„Das Wort zum Sonntag, 18. April 2021“