Fussball

Gartenmann baut auf seine Erfahrung im Abstiegskampf

Gartenmann baut auf seine Erfahrung im Abstiegskampf

Gartenmann baut auf seine Erfahrung im Abstiegskampf

Hadersleben/Haderslev
Zuletzt aktualisiert um:
Stefan Gartenmann hat im Abstiegskampf weiter ein gutes Gefühl. Foto: Henning Bagger/Ritzau Scanpix

Aus einem Top-6-Anwärter ist ein Abstiegskandidat geworden, doch der Abwehrchef von SønderjyskE weiß, wie mit dem Abstiegsgespenst umzugehen ist. Die Situation ist besser als in den vergangenen zwei Jahren, meint Stefan Gartenmann.

Die beiden schlechtesten Superliga-Mannschaften des Kalenderjahres 2021 stehen sich gegenüber, wenn die Fußballer von SønderjyskE am Sonntag ab 14 Uhr Tabellenschlusslicht AC Horsens empfangen. Beide Teams haben aus den zehn Spielen seit dem Jahreswechsel lediglich sieben Punkte geholt, und für die Hellblauen hatte dies zur Folge, dass die Top-6-Hoffnung verschwunden und das Abstiegsgespenst aufgetaucht ist.

„Ich hätte es vorgezogen, dass wir nicht zu den aktuell schlechtesten Superliga-Mannschaften gehören würden, aber das Abstiegsgespenst ist nicht größer als im vergangenen Jahr. Wir sind es gewohnt, in Situationen wie diesen zu stehen, und die Situation ist sogar besser als in den vergangenen zwei Jahren. Wir haben weiterhin ein gutes Gefühl, obwohl die Ergebnisse zuletzt schwach gewesen sind. Meiner Meinung nach haben wir eine der besten Mannschaften in dieser Abstiegsrunde. Ich würde unseren Kader nicht mit einem der anderen in der Abstiegsrunde tauschen“, sagt Stefan Gartenmann zum „Nordschleswiger.“

Stefan Gartenmann hat in der laufenden Saison viel mehr Verantwortung in der SønderjyskE-Abwehr übernommen. Foto: Henning Bagger/Ritzau Scanpix

Die sportliche Talfahrt der vergangenen Wochen und Monate sowie den dadurch verpassten Endrunden-Einzug haben nichts am Selbstverständnis der SønderjyskE-Kicker geändert.

„Ich bin jetzt seit fast vier Jahren bei SønderjyskE, und wir haben uns nie als Spitzenmannschaft gesehen, die jedes Spiel gewinnt. Wir sind uns bewusst, was es heißt, SønderjyskE-Spieler zu sein. Wir sind gemeinsam durch gute und schlechte Phasen gegangen, und wir haben immer damit umgehen können und die Situation am Ende gelöst. Ich sehe keinen Grund, wieso wir dies nicht auch in diesem Jahr lösen können“, meint der Abwehrchef.

Nur zwei der vergangenen zehn Liga-Spiele konnten gewonnen werden, der Vorsprung auf Lyngby auf dem Abstiegsplatz beträgt aber weiter sieben Punkte.

„Ich bin überzeugt davon, dass wir ein paar Erfolge hintereinander erzielen können und uns um das Abstiegsgespenst keine Sorgen mehr machen müssen, aber es ist klar, dass wir, so lange der Abstand zu Lyngby nicht größer ist, Respekt vor der Situation haben müssen. Wir dürfen nicht glauben, dass wir eine gute Mannschaft sind und einen Platz in den Top 6 verdient hätten. Mit den Leistungen, die wir zuletzt gezeigt haben, hatten wir den Platz in den Top 6 nicht verdient“, so Gartenmann.

Stefan Gartenmann kam im Sommer 2017 vom SC Heerenveen zu SønderjyskE. Foto: Henning Bagger/Ritzau Scanpix

Die Störfaktoren der vergangenen Wochen und Monate sieht er nicht als Grund für den verpassten Endrunden-Einzug.

„Das ist für uns Spieler kein Thema gewesen, dass auf Führungsebene derzeit alles ein wenig unübersichtlich ist. Es ist klar, dass man am liebsten hat, dass alles im Lot ist, aber mannschaftsintern hatten wir nicht die großen Probleme, die gelöst werden mussten. Rein hypothetisch könnte das zum Problem werden, nicht zuletzt in einem Transferfenster, aber wir Spieler haben uns bislang darüber keine Sorgen gemacht“, meint Stefan Gartenmann.

Den Blick wirft er viel lieber auf das Heimspiel gegen das Tabellenschlusslicht aus Horsens.

„Wir haben das Gefühl, dass Horsens uns liegt. Wir hätten gern ein besseres Ergebnis mitgenommen, aber die Leistung gegen Midtjylland war gut, und ich habe nicht das Gefühl, dass wir müde sind“, sagt der Abwehrchef nach den vielen Spielen der vergangenen Wochen.

Mehr lesen