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Grausame Schlussminuten für SønderjyskE

Grausame Schlussminuten für SønderjyskE

Grausame Schlussminuten für SønderjyskE

Aarhus
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Mustapha Bunds erzielte in der 90. Minute den Siegtreffer für AGF. Foto: Henning Bagger/Ritzau Scanpix

Die SønderjyskE-Fußballer können einfach nicht mehr gewinnen und sehen immer mehr wie ein Absteiger aus. Drei Punkte lagen zum Greifen nah, doch die Hellblauen schnappten nicht zu und standen am Ende wieder einmal mit leeren Händen da.

SønderjyskE war im Auswärtsspiel gegen AGF die überlegene Mannschaft, hatte zahlreiche dicke Chancen und kassierte in der 90. Minute noch den Gegentreffer zur 1:2-Niederlage. Zwei halbe Chancen reichten einer harmlosen AGF-Mannschaft um die drei Punkte zu holen, die SønderjyskE so dringend nötig hatten.

Die Hellblauen mussten nicht nur die Punkte aus den Händen gleiten sehen, sondern verloren in der Schlussphase auch Mittelfeldmotor Marcel Rømer, der nach einem groben Foul vom Platz gestellt wurde. Rømer ist ebenso wie Johan Absalonsen gesperrt, wenn es am Ostersonntag gegen AC Horsens geht.

Die SønderjyskE-Kicker hätten ein besseres Schicksal verdient gehabt, aber wenn man Chancen am laufenden Band vergibt und Torjäger wie Mart Lieder völlig alleine vor dem gegnerischen Torwart kläglich scheitern, lügt die Tabelle nicht.

SønderjyskE hätte dieses Spiel gegen eine AGF-Mannschaft, die nach dem gesicherten Klassenerhalt die Intensität aus dem Hinspiel vermissen ließ und nicht gerade Angst und Schrecken verbreitete, gewinnen müssen. AGF hatte gegenüber dem Hinspiel auf fünf Positionen gewechselt und wirkte bis auf ein paar Nadelstiche in der ersten Halbzeit harmlos. SønderjyskE war optisch überlegen, spielte streckenweise gefällig und kam zu vielen Chancen.

SønderjyskE-Jubel nach dem 1:1-Ausgleich. Foto: Henning Bagger/Ritzau Scanpix

SønderjyskE war gut ins Spiel gekommen, doch das immer wiederkehrende Problem war dennoch da: der schnelle Rückstand. Eine scharf geschossene Freistoßflanke von Casper Højer Nielsen ging an Freund und Feind vorbei ins Netz. 1:0 nach etwas mehr als einer Viertelstunde.

Im Gegesatz zu den vergangenen Wochen und Monaten mussten die Hellblauen nicht lange an dem Rückschlag knabbern, sondern schlugen gleich zurück. Nur drei Minuten setzten sich Nicholas Marfelt und Johan Absalonsen auf der linken Seite durch. Die Flanke verwertete Christian „Greko“ Jakobsen zum 1:1.

Kees Luijckx war in der Vergangenheit der Mann für die wichtigen Tore, doch der Niederländer hat derzeit Ladehemmung. Schon im Hinspiel hätte er treffen müssen und auch in den Schlussminuten der ersten Halbzeit hätte er mehr aus seiner hochkarätigen Chance machen müssen. Aus kurzer Entfernung köpfte er knapp am Tor vorbei.

Mehr Qualität im Abschluss hatte Peter Christiansen kurz nach dem Seitenwechsel, doch sein Versuch wurde auf der Torlinie gerettet. Die SønderjyskE-Führung lag in der zweiten Halbzeit immer mehr in der Luft, auch weil Glen Riddersholm seine Mannschaft immer offensiver spielen ließ. Alexander Bah, Mart Lieder und Senad Jarovic kamen von der Bank.

Der Schuss ging aber nach hinten los. Mustapha Bundu schlug bei der ersten AGF-Chance in der zweiten Halbzeit zu und besiegelte das grausame Schicksal für SønderjyskE.

AGF - SønderjyskE (1:1) 2:1

1:0 Casper Højer Nielsen (17.), 1:1 Christian „Greko“ Jakobsen (20.), 2:1 Mustapha Bundu (90.)

AGF: Kamil Grabara – Magnus Anbo, Frederik Tingager, Jesper Juelsgård, Casper Højer Nielsen – Benjamin Hvidt (64.: Kasper Lunding), Jens Stage, Adama Guira – Youssef Toutouh (64.: Mustapha Bundu), Alexander Ammitzbøll (76.: Patrick Mortensen), Tobias Sana.

SønderjyskE: Sebastian Mielitz – Stefan Gartenmann, Marc Pedersen, Kees Luijckx, Nicholas Marfelt – Marcel Rømer, Victor Mpindi (53.: Alexander Bah), Eggert Jonsson – Christian „Greko“ Jakobsen, Peter Christiansen (59.: Mart Lieder), Johan Absalonsen (82.: Senad Jarovic).

Rote Karte: Marcel Rømer (88.) Gelbe Karten: Jesper Juelsgård, Adama Guira, Jens Stage – Johan Absalonsen (gegen Horsens gesperrt), Eggert Jonsson. Schiedsrichter: Sandi Putros. Zuschauer: 7.736.

Foto: Henning Bagger/Ritzau Scanpix
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