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Riddersholm sieht zu viel Mittelmaß bei SønderjyskE

Riddersholm sieht zu viel Mittelmaß bei SønderjyskE

Riddersholm sieht zu viel Mittelmaß bei SønderjyskE

Hadersleben/Haderslev
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Foto: Claus Fisker/Ritzau Scanpix

Fußball-Superligist SønderjyskE hat nach Ende des Sommertransferfensters sein Saisonziel formuliert. Eine Top-8-Platzierung soll es werden, doch das torlose Unentschieden gegen AC Horsens offenbarte, dass noch ein weiter Weg vor den Hellblauen liegt.

Eine Top-8- Platzierung sowie ein Punktschnitt von 1,4, der häufig zum Einzug in die Endrunde reicht, werden in der laufenden Saison von SønderjyskE angestrebt, doch nach sechs Spielen ohne Sieg hat sich zum Optimismus nach dem guten Saisonstart auch einige Sorgenfalten gesellt.

„Wenn wir eine Chance auf eine Platzierung in der oberen Tabellenhälfte haben wollen, müssen wir solch ein Spiel gewinnen. Ich bin sehr unzufrieden, dass wir keinen Sieg einfahren konnten“, sagte SønderjyskE-Trainer Glen Riddersholm nach der erneuten Nullnummer gegen AC Horsens: „Es ist ein Teil der Kultur, die wir aufzubauen versuchen, dass wir verstehen, dass wir hier professionelle Arbeit verrichten, 1:0 gewinnen und mit drei Punkten ins Wochenende gehen müssen. Dort sind wir aber als Mannschaft noch nicht angelangt.“

Es sind weniger die derzeit ausbleibenden Siege, die dem Trainer Sorgen machen.

„Man kann die Statistik drehen und wenden, wie man will. Wir haben jetzt einige Spiele nicht gewonnen, aber auf der anderen Seite auch nur zwei Spiele in dieser Saison verloren. Wir verfallen nicht in Panik. Wir sehen solide aus, aber wir haben es nicht ausreichend versucht, die Dinge aufzusuchen und zu erzwingen. Wir haben Mut und Qualität vermissen lassen. Da ist zu viel Mittelmaß – nicht so sehr kollektiv, sondern individuell“, meint Glen Riddersholm, der sich allerdings über die gefestigte Defensive freut: „Auf der anderen Seite sieht es danach aus, dass wir hinten eine gewisse Form von Stabilität haben. Wir haben jetzt dreimal in Folge zu null gespielt und sind schwer zu schlagen. Das bedeutet viel, nachdem wir zuvor in einigen Spielen zu viele Gegentore zugelassen haben.“

Mit dem einen Punkt gegen Horsens konnte er sich am Ende nur schwer anfreunden.

„Wir haben uns schwer getan, die Dominanz auszunutzen, die uns geschenkt wurde. Es fehlten Ideen und Kreativität. Ansatzweise sah es gut aus, danach folgten aber schlechte Entschlüsse. Um ein Festfeuerwerk sehen zu können, müssen es zwei Mannschaften wollen – nur eine Mannschaft hat es versucht, aber die Qualitäten haben gefehlt“, so der Trainer.

Foto: Claus Fisker/Ritzau Scanpix

SønderjyskE ist nicht nur seit sechs Superliga-Spielen ohne Sieg, sondern auch seit knapp 300 Minuten ohne Torerfolg. Bei vier der letzten fünf Begegnungen blieben die Hellblauen ohne Tor – nur beim 3:3 in Silkeborg war dies anders.

„Besorgniserregend würde ich es nicht nennen, aber wir müssen bald wieder Tore erzielen und Siege einfahren. Ich habe es satt, ständig unentschieden zu spielen“, ärgert sich Christian „Greko“ Jakobsen nach dem 0:0 gegen Horsens: „Die Defensive stand gut, von der Offensive kam zu wenig. Wir haben in den letzten drei Spielen kein Gegentor mehr hinnehmen müssen und haben die Defensive in den Griff bekommen, jetzt müssen wir auch in der Offensive mehr bringen. Horsens hat aber eine Defensive, die nur schwer aufzubrechen ist. Da haben gute Offensivaktionen gefehlt.“

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