Fussball

SønderjyskE im Derby klar überlegen

Jens Kragh Iversen
Jens Kragh Iversen Sportredaktion
Hadersleben/Haderslev
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Der Haderslebener Peter Buch Christiansen bejubelt sein erstes Superliga-Tor. Foto: Claus Fisker/Ritzau Scanpix

Mit viel Energie, Power und Aggressivität haben die Superliga-Fußballer von SønderjyskE den Aufwärtstrend fortgesetzt. Zum ersten Mal in der laufenden Saison haben die Hellblauen zwei Siege in Folge gefeiert, als das Lokalderby vor 4.753 Zuschauern  in Hadersleben gegen Esbjerg fB vollauf verdient mit  3:1 gewonnen wurde. 

Die Qualität der Partie hielt sich auf dem Acker in Hadersleben in Grenzen, aber das Derby hatte dennoch hohen Unterhaltungswert. Seinen Anteil daran hatte auch Peter Christiansen, der den Vorzug vor Mads Hvilsom bekommen hatte. Aber auch andere Personalentscheidungen in dieser Woche zahlten sich aus.

Der Einsatz von Einwurf-Trainer Thomas Grønnemark hat gleich Früchte getragen. Ein weiter Einwurf von Stefan Gartenmann tief in den gegnerischen Strafraum wurde von Kees Luijckx vor die Füße von Peter Christiansen verlängert, der resolut abzog und mit seinem ersten Superliga-Tor SønderjyskE in Führung brachte.

Der 19-jährige Haderslebener, der in der vergangenen Woche wegen Schulprüfungen drei Tage lang beim Training gefehlt, aber dennoch den Vorzug vor Mads Hvilsom erhalten hatte, wird sich aber ärgern, dass es in der ersten Halbzeit bei dem einen Treffer blieb. Gleich zweimal zielte er in aussichtsreicher Position am Tor vorbei, vor allem in der Nachspielzeit der ersten Halbzeit hätte es nach Vorarbeit von Johan Absalonsen ein Tor sein müssen.

Christiansen revanchierte sich aber nach dem Seitenwechsel, diesmal in der Rolle des Vorbereiters. Abgeklärt wie ein alter Hase legte er im Strafraum den Ball auf Eggert Jonsson ab, der zum 2:1 einschoss.

Kees Luijckx mit der entscheidenden Kopfballverlängerung vor dem 1:0. Foto: Karin Riggelsen

Der Start in die zweite Halbzeit war durchwachsen, aber dennoch war die erneute Führung mehr als verdient.

SønderjyskE war in der ersten Halbzeit die klar tonangebende Mannschaft gewesen, mit einem deutlichen Übergewicht an Spielanteilen und Torchancen. Die Esbjerg-Kicker machten ihrem Ruf als Minimalisten, die aus wenig sehr viel machen, alle Ehre. Carlo Holse stellte in der 32. Minute mit einem Sonntagsschuss in den Torwinkel den Spielverlauf auf den Kopf, doch unterm Strich war es enttäuschend, was der Tabellenvierte in Hadersleben aufs Spielfeld brachte.

Der Frust war am Ende groß. Emmanuel Oti Essigba sah die Rote Karte und weitere hätten für Yuri Yakovenko und Lasha Parunashvili folgen können. Auch Marc Pedersen kam bei der abschließenden Rudelbildung glimpflich davon.

SønderjyskE hat mit dem dreifachen Punktgewinn Abstand zu den letzten drei Tabellenplätzen gewonnen und den Kontakt zum Mittelfeld hergestellt. In dieser Verfassung stehen die Chancen gut, dass SønderjyskE die Teilnahme an den Playoffspielen gegen den Abstieg vermeiden können. Auch weil es in der Schlussphase noch zweimal Grund zur Freude gab. Alexander Bah kam nach seinem Knöchelbruch zu seinem Comeback und Danny Amankwaa durfte nach seiner langen Leidenszeit über einen erlösenden Torerfolg jubeln.

SønderjyskE - Esbjerg fB (1:1) 3:1
1:0 Peter Buch Christiansen (26.), 1:1 Carlo Holse (32.), 2:1 Eggert Jonsson (60.), 3:1 Danny Amankwaa (87.)
SønderjyskE: Sebastian Mielitz – Stefan Gartenmann, Marc Pedersen, Kees Luijckx, Nicholas Marfelt – Eggert Jonsson (85.: Alexander Bah), Victor Mpindi, Marcel Rømer – Johan Absalonsen, Peter Buch Christiansen (70.: Mads Hvilsom), Christian „Greko“ Jakobsen (67.: Danny Amankwaa).
EfB: Jeppe Højbjerg (46.: Lasse Mikkelsen) – Daniel Anyembe, Jeppe Brinch (70.: Mark Brink), Markus Halsti, Jesper Lauridsen – Jacob Lungi Sørensen, Lasha Parunashvili, Joni Kauko – Carlo Holse, Adrian Petre (70.: Yuri Yakovenko), Emmanuel Oti Essigba.
Rote Karte: Emmanuel Oti Essigba (80.)
Gelbe Karten: Stefan Gartenmann, Marcel Rømer – Markus Halsti, Daniel Anyembe, Jeppe Brinch, Emmanuel Oti Essigwa, Lasha Parunashvili.
Schiedsrichter: Peter Munch Larsen.
Zuschauer: 4.753.

Foto: Karin Riggelsen
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