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„Zehn Sekunden der Unaufmerksamkeit hart bestraft“

„Zehn Sekunden der Unaufmerksamkeit hart bestraft“

„Zehn Sekunden der Unaufmerksamkeit hart bestraft“

Hadersleben/Haderslev
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Stefan Gartenmann ärgert sich über den kurzzeitigen Aussetzer. Foto: Claus Fisker/Ritzau Scanpix

Der Frust über das 0:1 gegen Vejle Boldklub war im SønderjyskE-Lager nicht zu übersehen, aber nicht so sehr die Niederlage an sich, sondern vielmehr darüber, dass Zufälle zur Entscheidung führten.

„Wir wussten, dass es unter diesen Umständen schwer werden würde, das Spiel zu machen und Chancen zu erspielen. Es würde viel auf Zufälle ankommen, und wer in diesen Situationen abgeklärter sein und auch das nötige Glück haben würde. Und das war Vejle. Unsere zehn Sekunden der Unaufmerksamkeit sind hart bestraft worden“, sagt SønderjyskE-Abwehrchef Stefan Gartenmann nach der 0:1-Heimniederlage gegen Vejle Boldklub zum „Nordschleswiger“.

Haji Wright hatte den Ausgleich auf dem Fuß, traf aber nur den Pfosten. Foto: Claus Fisker/Ritzau Scanpix

„Und nach einem Rückstand war es extrem schwer, sich wieder ins Spiel zurück zu kämpfen. Wir hatten ein paar Chancen, hatten aber nicht das Gefühl, dass wir den Gegner bombardieren würden. Wir wussten, was zu tun war, aber wurde eben extrem viel von Zufällen und Duellen geprägt“, ärgert sich Stefan Gartenmann: „Wir stehen mit dem Gefühl da, dass Vejle übers ganze Spiel gesehen keine Torchance hatte und wir eigentlich die Mannschaft waren, die ein wenig mehr Möglichkeiten hatte, aber alles durch fünf bis zehn Sekunden der Unaufmerksamkeit entschieden wurde.“

Sein Trainer konnte seinen Frust über die Platzverhältnisse nicht verbergen, wollte aber nicht viel darüber sagen.

„Ich habe keine Lust, mehr darüber zu sagen. Solche Arbeitsbedingungen möchte ich aber meinen Mitarbeitern nicht bieten“, so Glen Riddersholm: „Unter den gegebenen Umständen bin ich aber mit der Leistung der Spieler zufrieden. Die haben die Bedingungen angenommen, die Initiative ergriffen und waren in meinen Augen auch die bessere Mannschaft. Wir wussten aber, dass das erste Tor entscheidend werden könnte. Und bei uns hat die letzte Effektivität gefehlt.“

Bård Finne brachte nach seiner Einwechslung neuen Schwung. Foto: Claus Fisker/Ritzau Scanpix

Glen Riddersholm nahm frühzeitig alle fünf Auswechslungen vor, konnte aber das Spielgeschehen nicht entscheidend ändern, nachdem Wahid Faghir in der 48. Minute das Tor des Tages erzielt hatte.

„Wir haben beim Gegentor einen kleinen Fehler gemacht, müssen aber auch anerkennen, dass er den Ball gut getroffen hat. Das Schlimmste für einen Trainer ist es, wenn es danach zum reinsten Roulette-Spiel wird“, so Riddersholm.

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