FUSSBALL

Die Zeit steht still für Sebastian Mielitz

Die Zeit steht still für Sebastian Mielitz

Die Zeit steht still für Sebastian Mielitz

Glücksburg
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Sebastian Mielitz zu Beginn seiner SønderjyskE-Zeit Foto: Karin Riggelsen (Archiv)

In diesen Zeiten gibt es Wichtigeres als Fußball, findet der Torhüter von SønderjyskE.

Bei SønderjyskE-Keeper Sebastian Mielitz keimte kurz Hoffnung auf, als er am Dienstag seine Tasche packte und in Richtung Dänemark fuhr. Erstmals seit Beginn der Corona-Krise machte er sich von seinem Wohnort Glücksburg in Deutschland auf den Weg zum Fußball-Training.

Training mit Abstand

Zwar war es nur eine kleine Einheit mit seinen Torhüterkollegen Nikola Mirkovic und Oliver Saundry sowie Trainer Toivo Vadum, aber immerhin war er mal wieder unter Kollegen. Wenn auch mit Sicherheitsabstand.

„Es war schon etwas speziell. Wir haben immer darauf geachtet, dass wir uns nicht näher als ein paar Meter gekommen sind. Außerdem haben wir an einem geheimen Ort trainiert, damit keine Fans auf die Idee kommen, sich dort zu versammeln“, erzählte Sebastian Mielitz dem „Nordschleswiger“ am Telefon.

Kurze Freude

Der kurzen Euphorie folgte die schnelle Ernüchterung. Keine drei Tage später war es den Spielern schon wieder verboten, sich zu treffen.

„Wir trainieren wieder von zu Hause aus. Jeder hat ein individuelles Programm vom Trainerteam bekommen, das wir durchführen. Es ist schon merkwürdig, aber auch notwendig. Denn irgendwann kommt der Tag, an dem es plötzlich wieder losgeht. Und dann müssen wir bereit sein“, sagte der ehemalige Bundesliga-Torwart.

Die Zeit steht still

Wann es so weit ist, weiß niemand. Und es bringt auch nichts, darüber zu spekulieren, findet der 30-Jährige.

„Es gibt gerade Wichtigeres als Fußball. Der Sport steht im Hintergrund. Wir sind in einer Situation, die es so noch nie gab, und keiner weiß, wann und wie es weitergeht. Am 30. Juni laufen viele Verträge aus. Da müsste die Saison eigentlich zu Ende sein. Aber im Moment steht die Zeit einfach still“, so Sebastian Mielitz, der momentan viel Zeit in seinem Garten verbringt.

Keine Kontakte

„Wir beherzigen natürlich die Empfehlungen der Behörden und meiden soziale Kontakte. Ich habe viel Zeit für die Familie – das ist vielleicht das einzig Positive an der Situation. Wir spielen viel Fußball im Garten, da steht auch ein kleines Tor. Mein vierjähriger Sohn hat mit dem Gummiball schon einen ganz ordentlichen Schuss“, sagte Mielitz.

Ob nach seinem Vertragsende bei SønderjyskE am 30. Juni ein Umzug ansteht, konnte der frühere Bremer noch nicht beantworten.

„Auch dazu gibt es noch nichts Neues zu erzählen. Eigentlich sollten demnächst Gespräche zwischen meinem Berater und SønderjyskE stattfinden, aber das steht ebenfalls still.“

Die Divisionsvereinigung hat am Mittwoch mitgeteilt, dass die Superliga auf unbekannte Zeit ausgesetzt ist.

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