SØNDERJYSKE

Hilfsaktionen in der Planung

Hilfsaktionen in der Planung

Hilfsaktionen in der Planung

Woyens/Vojens
Zuletzt aktualisiert um:
Klaus Rasmussen sieht SønderjyskE unter Druck. Foto: Karin Riggelsen

SønderjyskE-Direktor Klaus Rasmussen kann die Konsequenzen der Coronakrise nur schwer einschätzen. Der in Bedrängnis geratene Klub werde die Krise aber durchstehen.

Der Terminkalender von Klaus Rasmussen ist selten leer, in diesen Tagen schuftet der SønderjyskE-Direktor aber noch mehr. Die meisten Mitarbeiter sind im Zuge der Corona-Krise nach Hause geschickt worden. Nur noch die Geschäftsführung ist an Bord, um das Schiff sicher durch den Sturm zu bringen.

„Wir wissen nicht, wo wir stehen, wenn dies alles vorbei ist. Da will ich keine Vorhersage wagen, aber das ist aktuell auch nicht das Thema. Für SønderjyskE geht es darum, dieses Unwetter zu überstehen und am Leben zu bleiben“, sagt Klaus Rasmussen zum „Nordschleswiger“ und antwortert wie folgt auf die Frage, ob die Corona-Krise für SønderjyskE lebensbedrohlich werden könnte: „Das ist es, was wir mit aller Macht vermeiden wollen. Es gibt aber keine Garantien. Wir stehen in einer langen Schlange von Unternehmen in der Unterhaltungsindustrie, die mächtig unter Druck stehen. Wir werden mit allem kämpfen, was wir haben.“

Zuversicht ist weiter groß

Der SønderjyskE-Direktor will aber nicht den Teufel an die Wand malen und ist von einer Zukunft des nordschleswigschen Leistungssportprojektes überzeugt, obwohl die Coronakrise zum ungünstigsten Zeitpunkt eintraf.

„Alle Einnahmen sind von einem Tag auf den anderen ausgeblieben. Und das in der Phase des Jahres, wo wir die meisten Einnahmen haben, mit entscheidenden Spielen, Events und Trikotversteigerungen. Die festen Ausgaben sind geblieben. Und wir haben kein Take-away, das uns über Wasser halten kann, aber wir werden das durchstehen. Wir werden das gemeinsam durchstehen und hoffen auf die Unterstützung unserer Fans“, so Klaus Rasmussen.

Foto: Claus Fisker/Ritzau Scanpix

Andere Klubs haben bereits Hilfsaktionen durchgeführt. Eishockey-Vereine haben Eintrittskarten für die abgesagten Playoffspiele verkauft. Auch SønderjyskE hat Hilfsaktionen in der Planung.

„Wir haben Aktionen geplant und hoffen, dass viele uns dabei unterstützen wollen, damit wir wieder in die Spur finden“, sagt der SønderjyskE-Direktor, der im Eishockey das erste Champions-League-Heimspiel Anfang September sowie im Fußball das vorerst verschobene Pokal-Halbfinale gegen Horsens ins Auge gefasst hat: „Wer jetzt ein „Hilfs-Ticket“ kauft, unterstützt uns in einem bedeutenden Umfang, und wir bedanken uns mit zahlreichen Aktivitäten und einer attraktiven Veranstaltung. Können wir beim Eishockey 5.000 und beim Fußball 10.000 Zuschauer anlocken, wäre das eine große Hilfe für uns.“

Auch im Handball ist eine Hilfsaktion geplant, voraussichtlich mit einem attraktiven Gegner.

Eishockey-Liga hat eine Zukunft

Im Handball und im Fußball sind die laufenden Spielzeiten auf unbestimmte Zeit suspendiert. Im Eishockey ist die Saison bereits für beendet erklärt worden, ohne einen Meister gekürt zu haben. Die chronisch klammen Eishockey-Vereine sind finanziell arg in Bedrängnis geraten, dennoch haben sieben der neun Liga-Klubs gegenüber DR bereits zugesagt, auch in der neuen Saison an den Start gehen zu wollen. Nur die Frederikshavn White Hawks und Odense Bulldogs zögern noch.

„Alle Klubs sind im Moment angeschlagen, aber ich bin optimistischer, als ich es vor zwei Wochen war. Ich glaube an eine Zukunft für die dänische Liga, und dazu zählt auch SønderjyskE“, sagt Klaus Rasmussen in seiner Funktion als Liga-Vorsitzender.

Mehr lesen