Handball

Die Leichtigkeit ist wieder da

Jens Kragh Iversen
Jens Kragh Iversen Sportredaktion
Sonderburg/Sønderborg
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Aaron Mensing erzielte gegen GOG elf Tore. Foto: Karin Riggelsen

Der Glaube an den Endrunden-Einzug ist nach dem Überraschungs-Sieg gegen GOG bei SønderjyskE wieder zurückgekehrt.

Die Handballer von Ribe-Esbjerg HH sind mit dem 29:25-Sieg bei Verfolger Nordsjælland Håndbold wieder auf den achten Tabellenplatz geklettert und haben aus dem Dreikampf um den letzten Endrunden-Platz wieder einen Zweikampf gemacht.

Bei SønderjyskE ist aber trotz des Abrutschens auf Rang neun der Glaube an den Endrunden-Einzug so groß wie lange nicht mehr.

„Die Chancen zwischen uns und Ribe-Esbjerg liegen wieder bei 50:50“, meint SønderjyskE-Torjäger Aaron Mensing: „Wir haben uns mit dem Überraschungs-Sieg gegen GOG wieder in eine bessere Position gebracht.“
Vor dem 33:30 gegen GOG hatte es nur einen Sieg in zwölf Spielen gegeben. Das Erfolgserlebnis hat neue Kräfte freigesetzt.

„Ich habe das Gefühl, dass der Glaube an uns wieder da ist. Es ist eine andere Leichtigkeit beim Training zu spüren, die Stimmung ist besser, und es macht wieder Spaß, Handball zu spielen. Der Druck ist weiter da, keine Frage, aber das ist ein anderer Druck“, meint der 21-Jährige.

Ribe-Esbjerg hat drei Spieltage vor Ende der regulären Saison einen Vorsprung von einem Punkt auf SønderjyskE. Die Hellblauen spielen am Freitag auswärts gegen Mors-Thy und danach erst in drei Wochen wieder zu Hause gegen Bjerringbro-Silkeborg sowie zum Abschluss auswärts gegen TTH Holstebro. Ribe-Esbjerg spielt am Montag bei Tabellenschlusslicht TMS Ringsted, hat danach aber mit Skjern und GOG zwei schwere Gegner vor der Brust.

„Ich denke, drei Punkte könnten für uns reichen“, meint Aaron Mensing.

Da ist ein Erfolg am Freitag gegen den Angstgegner allerdings Pflicht. Gegen Mors-Thy gab es mehr Niederlagen als Siege.

„Dort haben wir uns oft schwer getan, aber vielleicht ist es ein gutes Omen, dass wir in meiner ersten Saison bei SønderjyskE auswärts gegen Mors-Thy den Einzug in die Endrunde geschafft haben“, so Aaron Mensing, der sich auch gegen Bjerringbro-Silkeborg ohne Nikolaj Markussen Chancen ausrechnet. Im Hinspiel hatte es ein 30:30-Unentschieden gegeben.

Der Rückraumspieler hatte nach der WM-Pause einen kleinen Durchhänger, konnte sich aber mit elf Toren gegen GOG eindrucksvoll zurückmelden.

„Nach der Winterpause hatte ich es in ein paar Spielen schwer, auch weil der Gegner gut auf uns vorbereitet war. Ich musste mich auch darauf einstellen, dass Chris (Spielmacher Chris Jørgensen, Anm. d. Red.) nicht da ist. Er hat mich oft gut in Szene gesetzt. Gegen GOG lief es gut, da habe ich mir auch meine Würfe genommen.“

Aaron Mensing ist mit 127 Toren aus 23 Spielen (im Schnitt 5,5 Tore pro Spiel) die Nummer vier der Torjägerliste der dänischen Liga hinter Johan Meklenborg (Nordsjælland/148), Anders Eggert (Skjern/142) und Magnus Bramming (TTH Holstebro/136).

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