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Nach dem Höhenflug wieder die Bruchlandung

Nach dem Höhenflug wieder die Bruchlandung

Nach dem Höhenflug wieder die Bruchlandung

Esbjerg
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Besorgt blickt Jan Pytlick aufs Spielfeld. Foto: Claus Fisker/Ritzau Scanpix

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Die Berg- und Talfahrt setzt sich in der laufenden Saison weiter fort. Nach der begeisternden Vorstellung gegen TTH Holstebro folgte von den SønderjyskE-Handballern ein überaus enttäuschender Auftritt bei Ribe-Esbjerg HH.

Auf der Suche nach der Stabilität sind die SønderjyskE-Handballer gewesen, doch sie haben sie nicht gefunden. Auch im vierten Anlauf der laufenden Saison sind die Hellblauen beim Versuch gescheitert, den zweiten Sieg in Folge einzufahren.

Sechs Tage nach dem begeisternden Auftritt und dem 30:23-Erfolg gegen TTH Holstebro sind die Hellblauen brutal wieder auf den Boden der Tatsachen geholt worden. Beim bisherigen Tabellenelften, Ribe-Esbjerg HH, holten sie sich eine 24:32-Pleite ab.

„Die Suche nach der Stabilität geht weiter“, so SønderjyskE-Trainer Jan Pytlick nicht ohne Galgenhumor zum „Nordschleswiger“: „Unsere Leistungen sind ganz einfach zu schwankend. Bei uns geht es auf und ab, und wir haben eine gute Portion Arbeit vor uns, die viel zu langen Schwächephasen zu begrenzen. Und jeder Spieler muss alles einbringen, was er hinzubringen hat. Ich denke nicht, dass das heute alles war.“

Missratener Saisonstart

Der ehrgeizige Klub aus der Alsen-Metropole wollte in dieser den Sprung nicht nur in die Top 8, sondern in die Top 6 der dänischen Liga machen, stehen aber nach acht Spieltagen mit nur sechs Punkten auf dem Konto in der unteren Tabellenhälfte.

Ein missratener Saisonstart für SønderjyskE, und das obwohl man Siege gegen starke Gegner wie Aalborg Håndbold, Skiern Håndbold und TTH Holstebro eingefahren hat. Die fehlende Stabilität wurde am Freitagabend wieder einmal deutlich, nicht zuletzt im Angriff, wo die Hellblauen Fehler am laufenden Band machten.

Nach einer ausgeglichenen Anfangsphase und einem 6:6 nach zwölf Minuten setzte die Serie von Fehlern ein. In der Folge führten zehn von elf Angriffen nicht zum Erfolg. Technische Fehler und vergebene Chancen ließen den Gastgeber auf 12:7 davonziehen.

Verunsicherung wurde immer größer

Auch nach dem Seitenwechsel scheiterten die Hellblauen immer wieder an Søren Rasmussen im Tor von Ribe-Esbjerg HH. Meistens ging nur von Noah Gaudin Gefahr aus, doch auch der Franzose leistete sich an diesem Abend zu viele Fehler.

Die SønderjyskE-Handballer konnten bis zur 47. Minute den Anschluss halten, doch die Hausherren nahmen die Luft aus der Partie, als sie aus einem 23:19 eine 32:22-Führung machten.

„Wir haben zu viele große Torchancen vergeben. Zeitweise haben wir uns gute Möglichkeiten erspielt, haben sie aber nicht umgesetzt“, meint Jan Pytlick: „Und die vielen vergebenen Torchancen hatte negative Auswirkungen auf unser Spiel. Wir sind zu zögerlich geworden, als wir in Rückstand geraten sind und hinterher jagen mussten. Wir haben die Chancen nicht verwertet, während Ribe-Esbjerg am Ende alles gelang.“

Ribe-Esbjerg HH - SønderjyskE (13:10) 32:24

REHH: Søren Rasmussen, Kim Sonne – Sander Juel Christensen, Tobias Olsen (1), Emil Grønbech Hansen (3), Torben Petersen (7), Jonas Larholm (1), Simon Birkefeldt (1), Christoffer Langerhuus (1), Mathias Jørgensen (7/3), Jesper Lindgren, Miha Zvizej (2), William Aar (6), Sune Iversen (1), Jonas Hald Christensen (1).

SønderjyskE: Kasper Larsen, Malthe Kronborg – Andreas Lang (3), Sveinn Johansson (5), Nikolaj Svalastog, Oliver Nøddebo Eggert, Frederik Ladefoged (3), Morten Bjørnshauge, Malthe Damgaard, August Siger, Marcus Dahlin, Kristian Stranden (1), Alec Smit (1), Viktor Nevers, Noah Gaudin (8), Tobias Møller (3/1).

Zeitstrafen: 3:4. Siebenmeter: 3:2.

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