Handball

Vom Ersatz- zum Führungsspieler

Vom Ersatz- zum Führungsspieler

Vom Ersatz- zum Führungsspieler

Sonderburg/Sønderborg
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Foto: Karin Riggelsen

Oliver Eggert will sich mit weiteren starken Leistungen in der Rolle des Liga-Stammspielers festbeißen. Die nächste Möglichkeit bietet sich hierfür für den SønderjyskE-Handballer am Sonnabend im Herzschlagfinale um die Endrunden-Teilnahme.

Lange musste Oliver Eggert auf die Chance warten, sich bei den Liga-Handballern von SønderjyskE beweisen zu dürfen. Nach dem Ausfall von Chris Jørgensen hat sich der 23-Jährige nun innerhalb kurzer Zeit zu einem Führungsspieler entwickelt, dem mitzuverdanken ist, dass sich SønderjyskE am Sonnabend für die Endrunde qualifizieren könnte.

In der ersten Saisonhälfte blieb es für Eggert bei sporadischen Kurzeinsätzen. Chris Jørgensen bekleidete zumeist die Spielmacher-Position, während Aaron Mensing auf der halblinken Position ebenfalls nur kurze Verschnaufpausen auf der Bank verbrachte, für die Eggert ins Spiel kam. Doch des einen Glück ist des anderen Leid, und so bot sich für Eggert in der zweiten Saisonhälfte endlich die Möglichkeit, sich für mehr Spielzeit ins Gespräch zu bringen. Ein Autounfall von Chris Jørgensen hatte zur Folge, dass Jørgensen plötzlich mit einer schweren Gehirnerschütterung ausfiel, und in dieser Saison wohl auch nicht mehr für SønderjyskE zum Einsatz kommt. Seitdem übernimmt Eggert die Führung als Spielmacher der Hellblauen, und das nach anfänglichen Schwierigkeiten sehr erfolgreich. Der gelernte Halblinke wurde nun zum zweiten Mal in Folge von seinen Mannschaftskollegen zum Spieler des Monats gekürt.

„Ich musste mich an die neue Rolle als Spielmacher gewöhnen. Ich habe taktisch viel dazu lernen müssen, und mich sehr weiterentwickelt“, sagt Eggert, der SønderjyskE 2014 für TM Tønder verließ, um mehr Einsatzzeiten zu bekommen. Nach einer tollen Entwicklung in Tondern kehrte der Rechtshänder zu Beginn dieser Saison mit dem Glauben, sich auch bei SønderjyskE durchsetzen zu können, nach Sonderburg zurück.

„Ich möchte so viel spielen wie möglich. Inzwischen spüre ich das Vertrauen, auch wenn in einem Spiel nicht alles von Beginn an klappt. Das war am Anfang anders, da ich nur für fünf bis zehn Minuten spielen durfte. Jetzt bekomme ich die Zeit, auch in ein Spiel hineinzufinden, ohne gleich wieder ausgewechselt zu werden“, freut sich Eggert, laut dem der Glaube an die eigene Stärke im gesamten Team groß ist.
Im letzten Spiel der regulären Saison muss SønderjyskE auswärts mindestens unentschieden spielen, um in die Endrunde zu kommen. „Wir freuen uns auf das Spiel und glauben an einen Sieg“, so Eggert.

SønderjyskE trifft am Sonnabend in dem Herzschlagfinale auswärts ab 15.30 Uhr auf Team Tvis Holstebro und muss zudem auf eine Niederlage des Tabellen-Achten Ribe Esbjerg bei GOG hoffen. Ribe-Esbjerg hat einen Punkt mehr auf dem Konto, doch bei Punktgleichheit wäre SønderjyskE im Vorteil.

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