HANDBALL

Dänemark spaziert zur WM

Dänemark spaziert zur WM

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Winterthur
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Freja Cohrt (l.) lässt die Schweizerin Jennifer Murer zum Abschluss kommen. Foto: Ennio Leanza / EPA / Ritzau Scanpix

Die Handballerinnen gewannen ihr WM-Qualifikationsrückspiel gegen die Schweiz mit 26:14 (12:5).

Es war eigentlich reine Formsache. Im Hinspiel um das Ticket zur WM in Japan hatte Dänemark die Schweiz bereits souverän mit 35:22 geschlagen. Nach dem Spiel waren sich alle sicher: Das holt die Schweiz nicht auf.

Entsprechend locker konnte die dänische Delegation in die Alpenrepublik reisen, um das Rückspiel zu bestreiten. Trainer Klavs Bruun Jørgensen gab sich im Vorfeld des Spieles selbstsicher und experimentierfreudig:

„Wir können ein paar Dinge ausprobieren. Wir wissen, dass es schwierig wird, gegen diese Mannschaft mit 13-14 Toren Unterschied zu verlieren. Also werden wir ein bisschen sieben gegen sechs testen. Es ist eine gute Möglichkeit, Dinge zu probieren, die wir normalerweise nicht trainieren“, sagte er schon kurz nach dem Hinspiel.

Missglückte Experimente

Auch der dänische Trainer der Schweizerinnen, Martin Fruelund Albertsen, versuchte sich in der ersten Halbzeit mit sieben Feldspielerinnen im Angriff. Dies stiftete allerdings mehr Verwirrung in seinen eigenen Reihen als in der dänischen Abwehr. Ein ums andere Mal verloren die Schweizerinnen den Ball und kassierten Tore im Gegenzug.

Dänemark versuchte ebenfalls viel, doch es gelang wenig. Das Spiel plätscherte in der ersten Halbzeit so vor sich hin; für Aufregung sorgten lediglich die Schiedsrichter, als sie ein echtes „Phantomtor“ gaben. Kathrine Heindahl suchte in der 12. Minute den Abschluss, die Schweizer Torhüterin lenkte den Ball ab. Dieser flog gegen den Pfosten und zurück ins Feld. Die Schiedsrichter gaben Tor – zum Unverständnis aller Beteiligten.

Stotterstart, Vollgas, ausrollen lassen

Durch den Treffer ging Dänemark mit 5:4 in Führung. Danach trafen die Schweizerinnen 13 Minuten lang nicht mehr. Erst in der 25. Minute gelang ihr nächster Treffer. Zu diesem Zeitpunkt lagen sie allerdings schon mit 11:4 zurück. Trotz der deutlichen Führung hatte man das Gefühl, Dänemark spiele mit angezogener Handbremse. Es war wie schon im Hinspiel: Stotterstart, Vollgas, ausrollen lassen.

Die Vollgasphase endete mit der ersten Halbzeit. Die offensive Abwehr der Schweizerinnen stand zwar gut, aber es wurden auch viele freie Würfe vergeben. Trainer Klavs Bruun Jørgensen äußerte sich nach der Partie gegenüber TV2 Sport: „Wir wussten vorher, dass wir die bessere Mannschaft sind, das ist nicht immer ganz einfach. Vieles war gut, aber einiges muss besser werden“, so der Nationalcoach.

Bessere Trainingsspiele

Die beiden Spiele gegen die Schweiz waren im Grunde Trainingsspiele unter Wettkampfbedingungen. Für Kathrine Heindahl zählt vor allen Dingen, was dabei rausgekommen ist: „Die WM-Teilnahme bedeutet alles für uns. Wir haben sehr gut trainiert und aus den Spielen nehmen wir wertvolles Videomaterial mit“, so die 27-jährige Kreisläuferin nach dem Spiel.

Die WM wird vom 30. November bis zum 15. Dezember in Japan ausgetragen.

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