Fussball

Dänemarks Notelf hielt Niederlage in Grenzen

Dänemarks Notelf hielt Niederlage in Grenzen

Dänemarks Notelf hielt Niederlage in Grenzen

Trnava
Zuletzt aktualisiert um:
Dänemarks Startelf gegen die Slowakei. Foto: Radovan Stoklasa/Ritzau Scanpix

Die höchste Niederlage der Länderspiel-Geschichte war befürchtet worden, doch die dänische Auswahl voller Neulinge aus der 2. Division und der Futsal-Nationalmannschaft zeigte einen beherzten Einsatz und musste sich der Slowakei lediglich mit 0:3 geschlagen geben.

Der Ruf des dänischen Fußballs hat in den vergangenen Tagen arg gelitten, doch zumindest auf dem Spielfeld ist den Dänen eine Demütigung erspart geblieben. Die dänische Notelf zeigte einen beherzten Einsatz und schlug sich wacker bei der 0:3-Niederlage vor 6.432 Zuschauern in Trnava gegen die Slowakei.

„Ich bin stolz. Das war eine ehrenvolle Niederlage. Wir standen kompakt und haben nicht viel zugelassen“, sagte ein erleichterter Kapitän Christian Offenberg zu Kanal 5.

Adam Nemec (11.) und Albert Rusnak (37.) trafen zur slowakischen 2:0-Pausenführung, bevor Adam Fogt zehn Minuten vor Schluss ein Eigentor unterlief.

„Das war ein wahnsinniges Erlebnis. Das ist etwas, von dem man immer geträumt hat“, so Rasmus Johansson von Zweitdivisionär HIK zu Kanal 5.

Interims-Nationaltrainer John „Faxe“ Jensen hatte nur wenig Zeit gehabt, die Spieler aus der 2. Division und der Futsal-Nationalmannschaft kennenzulernen und daraus eine Mannschaft zu formen. Die zusammengewürfelte Auswahl verteidigte aber gut und hatte auch den Mut, einige Konterstöße zu starten. Ein paar gute Chance sprangen heraus, doch ein Torerfolg wollte nicht gelingen.

Die Slowaken versprühten nur wenig Lust, gegen die dänische Notelf zu anzutreten, und spielten mit angezogener Handbremse. Christoffer Haagh, der normalerweise bei der dänischen Futsal-Nationalmannschaft in der Halle zwischen den Pfosten steht, hatte dennoch alle Hände voll zu tun, hielt aber die Niederlage in Grenzen.

„Das war ein großes Erlebnis. Wir haben alles gegeben und sind jetzt platt, völlig platt“, sagte ein ausgelaugter Christoffer Haagh zu Kanal 5: „Ich hatte meine Bedenken, ob ich das Angebot annehmen sollte, aber ich und eine Gruppe von anderen Spielern haben uns dazu entschieden, in dieser Situation auszuhelfen.“

Dänemark: Christoffer Haagh – Simon Vollesen (77.: Christopher Jakobsen), Nicolai Johansen, Daniel Nielsen, Mads Bertelsen (71.: Anders Fønss) – Oskar Høybye (62.: Adam Fogt), Christian Bannis (46.: Anders Hundsballe), Rasmus Johansson (84.: Christian Bommelund), Rasmus Gaudin, Kasper Kempel (61.: Daniel Holm) – Christian Offenberg.

Torwart Christoffer Haagh hatte alle Hände voll zu tun, musste den Ball aber nur dreimal aus dem Netz holen. Foto: Radovan Stoklasa/Ritzau Scanpix
Mehr lesen

Leitartikel

Gwyn Nissen
Gwyn Nissen Chefredakteur
„Ist rot so viel anders als blau?“