Tour de France

Jakob Fuglsang verliert Zeit

Jakob Fuglsang verliert Zeit

Jakob Fuglsang verliert Zeit

Ritzau/nlm
Albi
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Jakob Fuglsang musste bei der zehnten Etappe einen deutlichen Zeitverlust hinnehmen. Foto: Scanpix

Wout van Aert gewinnt die zehnte Etappe der Tour de France / Julian Alaphilippe fährt weiter im Gelben Trikot und baut den Vorsprung auf Jakob Fuglsang aus.

Die zehnte Etappe der Tour de France von Saint Flour in Richtung Albi, der Hauptstadt des Départements Tarn, hatte es in sich. Die 217,5 Kilometer lange Etappe mit vier Bergwertungen und vielen kleinen Anstiegen forderte den Fahrern so Einiges ab, zumal diese zusätzlich mit starkem Seitenwind zu kämpfen hatten. Dieser machte unter anderem Jakob Fuglsang schwer zu schaffen. Die Erfolgschancen des großen dänischen Hoffnungsträgers bei der 106. Tour de France sind so erheblich gesunken.

Der Belgier Wout Van Aert vom Team Jumbo-Visma überquerte die Ziellinie der Etappe nach einem Massensprint als Erster. Damit verwies der 24-Jährige den Italiener Elia Viviani (Deceuninck-Quick Step) und den Australier Caleb Ewan (Lotto-Soudal) auf die Plätze zwei und drei.

Fuglsang erlebte auf der zehnten Etappe hingegen einen katastrophalen Abschluss als plötzlich starker Seitenwind aufkam und das Feld zweiteilte. Der Astana-Kapitän und bisher erfolgreichste Däne der Tour blieb Teil der hinteren Gruppe, womit er 40 Kilometer vor dem Ziel ganze 100 Sekunden auf die Spitzengruppe einbüßte. In der Gesamtwertung ist Fuglsang so aus der Top-Zehn gerutscht und auf den 16. Platz abgefallen. Der Rückstand des dänischen Mitfavoriten auf den Franzosen Julian Alaphilippe (Deceuninck-Quick Step), der weiter im Gelben Trikot fährt, beträgt nun schon 3 Minuten und 22 Sekunden. Alaphilippe steht in der Gesamtwertung vor dem Briten Geraint Thomas (+ 1:12) und dem Kolumbianer Egan Arley Bernal Gomez (+ 1:16) vom Team Ineos.

Fuglsang gibt die Hoffnung auf ein erfolgreiches Abschneiden bei der Tour de France aber noch längst nicht auf.
„Klar war das sehr ärgerlich. Wir hätten vorne dabei sein müssen als sich das Feld teilte. Das haben wir leider verpasst, aber andere Mitfavoriten haben heute auch Zeitverluste hinnehmen müssen. Die Folgen dieses Rennens sind für mich also hoffentlich nicht katastrophal. Außerdem warten noch viele weitere Etappen“, sagt der dänische Astana-Kapitän.

Am Mittwoch rollt die Tour nach einem Ruhetag weiter in Richtung Pyrenäen. Die 176 Kilometer lange elfte Flachetappe führt durch den möglicherweise heißen Süden Frankreichs von Albi nach Toulouse.

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