Probleme mit dem Busverkehr

Bus-Verspätungen stören den Unterrichtsbetrieb

Bus-Verspätungen stören den Unterrichtsbetrieb

Bus-Verspätungen stören den Unterrichtsbetrieb

SHZ
Schleswig
Zuletzt aktualisiert um:
Auch die Schüler aus Boren müssen jeden Morgen pünktlich in der Schule sein. Foto: Doris Ambrosius/shz.de

Diesen Artikel vorlesen lassen.

Es ist kein Vergleich mit dem ehemaligen Bus-Chaos im Teilnetz, aber auch im Amt Süderbrarup gibt es Beschwerden über Probleme mit der Schülerbeförderung.

Die Neuvergabe der Buslinien zum 1. Juli sorgte in Boren bereits früh für große Aufregung, da der Bus teilweise zu spät und morgens zweimal gar nicht kam. In beiden Fällen hieß es, dass die neuen Fahrer die Strecke noch nicht so gut kannten. Die Autokraft versicherte, dass diese noch einmal geschult würden.

In jüngster Schulausschusssitzung wurde allerdings deutlich, dass sich die Situation offenbar nicht verbessert hat, sondern weitere Probleme hinzugekommen sind. „Natürlich hat man Verständnis dafür, dass es bei einer so umfangreichen Umstellung zu Beginn hier und da mal ruckeln kann“, erklärte Wolfgang Schäfing, Schulleiter der Nordlichtschule, aber der Anfang ist aus meiner Sicht rum.“ Ist er der Auffassung, dass es nun aber auch mal Zeit wäre, dass es läuft.

Weiterlesen: ÖPNV im Teilnetz Ost neu gestaltet

Für die Nordlicht-Grundschule gibt es das Problem, dass die Linie nach der vierten Stunde bereits um 11.33 Uhr fährt, Unterrichtsschluss aber um 11.30 Uhr ist. Da dies trotz Beschwerde zunächst nicht veränderbar war, konnte es bisher nur durch vorzeitigen Unterrichtsabbruch gelöst werden. Heiko Hecht, Werkleiter des Kreises Schleswig-Flensburg, hat dann doch eine Regelung erreicht: „Zur Lösung des Problems wird die Linie 600 Fahrt 017 die Schule ab dem kommenden Montag um 11.40 Uhr bedienen, was dann wieder zeitgerecht zum regulären Unterrichtsschluss ist.“

Bus-Verspätungen stören auch den Schulbetrieb

Andere Störungen scheinen aber nicht so leicht lösbar. Hecht nahm aufgrund der neuen Beschwerden eine umfangreiche Prüfung vor. „Tatsächlich wurde die Haltestelle in Boren am 23. August nicht angefahren, weil das Wenden durch parkende Autos nicht möglich war“, erklärte er. Eine Klärung mit dem Amt Süderbrarup und dem Kindergarten Boren laufe. Weiterhin gab es zwei Verspätungen, die auf Störungen im Betriebsablauf zurückzuführen waren. „Auf weitere Verspätungen gibt es keine Hinweise“, so Hecht. Er habe die Strecke am Donnerstag persönlich abgefahren und keine Störungen festgestellt.

Weiterlesen: Aufstand von Eltern und Politikern nach Mängeln im Teilnetz West

Das sehen einige Eltern anders. Kevin Dolan aus Boren, der auch für die anderen betroffenen Eltern spricht: „Der Bus kommt fast immer später als 7.39 Uhr. Meistens kommt er erst um 7.45 oder 7.50 Uhr.“ Das bringe vor allem auch die Eltern in Stress, die um acht Uhr auf ihrer Arbeit erscheinen sollen. Schulleiter Wolfgang Schäfing sieht darin auch ein Problem für die Schule: „Und die Schüler kommen entweder zu spät oder gestresst in den Unterricht. Das ist nicht gerade ein toller Tagesbeginn.“

Weitere Beschwerden werden gern entgegengenommen

Laut Angaben der Schule und Bestätigung des Amtes Süderbrarup gab es weiterhin häufiger Probleme mit den Abholbussen nach der sechsten Stunde. Die Schüler warteten vergebens, denn die Busse erschienen nicht. Die Busaufsichten der Schule telefonierten herum, schließlich wurden andere Busse geschickt. Aber die Eltern hatten schon auf ihre Kinder gewartet und sich Sorgen gemacht. Seitens der Schulen wurden bisher nur die letzten Fälle dokumentiert, da man anfänglich dachte, es sei nur ein Ausnahmefall. Werkleiter Heiko Hecht hat auch diese Fälle nachvollzogen: „Es kam an drei Tagen im August zu Störungen. Es waren Einzelfälle“, erklärte er. Hecht wies allerdings darauf hin, dass Eltern sich gern auch weiterhin melden sollen, wenn es Beschwerden gibt. „Diese sollten mit Angaben zum Datum, Uhrzeit und Haltestelle direkt an die Autokraft, den Kreis oder auch das Amt gemeldet werden. Nur dann ist eine genaue Nachverfolgung möglich.“

Mehr lesen

Leitartikel

Cornelius von Tiedemann
Cornelius von Tiedemann Stellv. Chefredakteur
„Nicht impfen ist wie Fußball ohne Torwart“