Dänische Minderheit

SSF-Flensburg befürchtet weitere Schulschließungen

Helge Möller
Helge Möller Journalist
Flensburg
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Auf dem Jahrestreffen der dänischen Minderheit in Flensburg Foto: Lars K Mikkelsen/Scanpix

Der Schulverein der dänischen Minderheit will sparen und plant vier Schulen und zwei Kindergärten zu schließen. Davor warnt der Südschleswigsche Verein in Flensburg.

Sorgen bereitet dem Vorstand des Südschleswigschen Vereins (Sydslesvig Forening, SSF) in Flensburg die ins Auge gefasste Schließung von vier Schulen der dänischen Minderheit, berichtet die Zeitung Flensborg Avis. „Wir befürchten, ein Ja im gemeinsamen Rat (fællesråd) des Schulvereins wird zu noch mehr Schließungen führen“, so Karsten Weber, Flensburger SSF-Vorsitzender in Flensborg Avis. In einem Leserbrief fordert der SSF Flensburg dazu auf, im Rat am 22. November gegen die Pläne des Schulvereins zu stimmen. Nicht das Nein zu den geplanten Schulschließungen würde die gesamte dänische Minderheit betreffen, sondern ein Ja, so Weber. Die kleinen Schulen seien der Lebensnerv der Minderheit.

Nach teuren Tarifeinigungen und gekürzten Zuschüssen aus Dänemark steht das dänische Schulwesen in Südschleswig vor drastischen Einschnitten. Bis zu fünf Millionen Euro (37,3 Millionen Kronen) müssen laut Vereinschef Udo Jessen eingespart werden, berichtet Flensborg Avis. Daher will der dänische Schulverein vier kleinere Schulen und zwei Kindergärten schließen.

Die Begründung, die höheren Lohnkosten seien schuld an den Schulschließungen, stoßen der Zeitung nach bei der Vorsitzenden des Südschleswig-Ausschusses im Folketing, Anni Matthiesen (Venstre) auf Unverständnis.

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Gwyn Nissen
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