Ernährung

Vitamin B12: Kleiner Begriff für Verbindungen mit großer Wirkung

shz.de/Julia Gohde
Flensburg
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Was ein Mangel bewirken kann, wie man bei veganer Nahrung verfährt und wann Tabletten und Kapseln Sinn machen.

Das Vitamin B12 ist lebensnotwendig und unter anderem an der Bildung von Blut sowie der Teilung von Zellen beteiligt. Menschen, die unter einem dauerhaften Mangel des Vitamins B12 leiden, können Probleme wie Blutarmut, neurologische Störungen und psychische Auffälligkeiten wie Gedächtnisschwäche entwickeln.

Damit der Körper Vitamin B12 über die Nahrung in die Zellen des Darms aufnehmen kann, braucht es die Bindung an ein Glykoprotein. Es wird in den Magenzellen gebildet. Mit diesem Wissen ist es erklärbar, weshalb Magenerkrankungen wie z.B. eine chronische Gastritis zu einem Vitamin B12-Mangel führen kann, denn chronisch entzündliche Darmerkrankungen verringern die Aufnahme von Vitamin B12.

In diesen Lebensmitteln steckt Vitamin B12

Die einzigen, die Vitamin B12 herstellen können, sind Mikroorganismen. Mit der Nahrungsaufnahme gelangt es dann in den Organismus von Mensch und Tier. Besonders Fleisch, Fisch, Meeresfrüchte, Eier, Milch und Milchprodukte sind reich an Vitamin B12. Der geschätzte Tagesbedarf für Erwachsene von 4,0 Mikrogramm kann zum Beispiel mit einem kleinen Glas Milch, einem Becher Joghurt, einem Ei und 60 Gramm Camembert gedeckt werden. Veganern empfiehlt die Deutsche Gesellschaft für Ernährung darum, dauerhaft ein Vitamin B12-Präparat einzunehmen.

Das steckt hinter Vitamin B12

Vitamin B12 ist ein Sammelbegriff für mehrere Verbindungen mit der gleichen biologischen Wirkung und dem gleichen chemischen Grundgerüst mit einem Kobalt-Ion im Zentrum. Daher wird Vitamin B12 auch als Cobalamin bezeichnet.

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