Umwelt

Neue Brutinseln schützen Watvögel im Margrethenkoog

Neue Brutinseln schützen Watvögel im Margrethenkoog

Neue Brutinseln schützen Watvögel im Margrethenkoog

Hoyer/Højer
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Im Margrethenkoog war beim Deichbau 1980 Kleierde abgegraben worden, die zur Abdeckung des neuen Bollwerks gegen die See verwendet wurde. Im dortigen See liegen die neuen Vogelinseln. Foto: Volker Heesch

Die staatliche dänische Naturbehörde „Naturstyrelsen“ hat Voraussetzungen für sichere Nistplätze in der Marsch bei Hoyer geschaffen. Vor allem Füchse und Marderhunde plündern Nester seltener Vogelarten am Wattenmeer.

Die staatliche Naturbehörde „Naturstyrelsen“ will den Südteil des von 1978 bis 1982 eingedeichten Margrethenkoogs durch Baumaßnahmen im Be- und Entwässerungsnetz attraktiver für dort brütende Wat- und Wiesenvögel machen.

Koog wird vernässt

Neben der stärkeren Vernässung des als Weideland genutzten Koogs durch Einpumpen von Wiedauwasser in den Frühjahrs- und Sommermonaten hat die Zweigstelle Wattenmeer der Behörde mit Sitz in Linnet in den vergangenen Monaten im Bereich der Entnahmestelle für Kleierde im dort entstandenen See Brutinseln für Uferschnepfen, Austernfischer, Rotschenkel und Seeschwalben anlegen lassen.

Hoffnung auf Ansiedelung von Kampfläufern

„Wir hoffen auch, dass seltene Arten wie der Kampfläufer dort brüten“, so der Leiter von „Naturstyrelsen Vadehavet“, Bent Rasmussen. Im benachbarten Rickelsbüller Koog, der auf deutscher Seite der Grenze an den Margrethenkoog angrenzt, war es gelungen, dem vom Aussterben bedrohten Kampfläufer durch Bau von Brutinseln neuen Lebensraum zu schaffen.

Wenige Kilometer von den neuen Brutinseln entfernt haben sich im Rickelsbüller Koog Kampfläufer, eine seltene Watvogelart, bei denen die Männchen in der Brutzeit farbenprächtige Federkleider tragen, angesiedelt. Deren Brutplätze sind dort durch Bau von Gräben gegen Raubsäuger geschützt worden. Foto: DOF

Inseln halten Raubsäuger von Nestern fern

Die Inseln halten Füchse und teilweise auch Marderhunde fern, die mit Vorliebe Nester von Wiesenvögeln plündern und mitverantwortlich für den sinkenden Brutvogelbestand in der Tonderner Marsch gemacht werden.

Gesperrtes Gebiet

Im südlichen Margrethenkoog ist überwiegend Zutritt verboten. Im Bereich der Kleientnahmestelle plant die Naturbehörde eine Beobachtungsmöglichkeit für Besucher der Köge. Allerdings gelten im Neuen Friedrichenkoog strenge Auflagen, die Baumaßnahmen begrenzen.

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