Geschichte

Vortragsthema Grenzkampf 1920 auf deutscher Seite

Vortragsthema Grenzkampf 1920 auf deutscher Seite

Vortragsthema Grenzkampf 1920 auf deutscher Seite

Tondern/Tønder
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Die Zeitungen waren wichtige Medien im Kampf um die Stimmen der Einwohner Schleswigs. Die deutsche Tondernsche Zeitung war vor den Abstimmungen am 10. Februar und 14. März 1920 von Cornelius Petersen, damals ein Anhänger des prodänischen Lagers, aufgekauft worden und warb für eine Stimmabgabe zugunsten einer Abtretung der beiden Abstimmungszonen an Dänemark. Foto: Volker Heesch

Bund Deutscher Nordschleswiger, Archiv/Historische Forschungsstelle und Historisk Samfund for Sønderjylland laden zum Vortragsabend ins Tonderner Museum ein

Die Situation der deutschen Seite im „Grenzkampf“ vor und nach den Volksabstimmungen 1920, die zur Neufestlegung der deutsch-dänischen Grenze geführt haben, ist Thema eines Vortragsabends am Donnerstag, 28. November, 19.30 Uhr, im Pumpenhaus der Tonderner Museen am Wegners Plads 1 in Tondern.

Deutsch-dänische Rückschau

Zur Veranstaltung in den Räumen des Museums Sønderjylland laden gemeinsam der dänische Geschichtsverein Historisk Samfund for Sønderjylland und der Bund Deutscher Nordschleswiger (BDN) samt Archiv/Historische Forschungsstelle der deutschen Volksgruppe in Nordschleswig ein. Referenten sind die Historiker Prof. Martin Klatt, Center for Grænseregionsforskning der Süddänischen Universität in Sonderburg, und Archivar Frank Lubowitz, Historische Forschungsstelle in Apenrade.

Eines der deutschen Abstimmungsplakate aus der Zeit vor den Volksabstimmungen 1920 in Schleswig. Foto: Museum Sønderjylland

Sie gehen auf die Lage der deutschgesinnten Bevölkerung Schleswigs ein, die nach der Niederlage Deutschlands im Ersten Weltkrieg von bevorstehenden neuen Grenzziehung überrascht wurde, und sich schwer tat, eine realistische Position im Volksabstimmungs-Wahlkampf zu beziehen.

Deutsche Schleswiger gespalten

Der rasch gegründete Deutsche Ausschuss für das Herzogtum Schleswig wurde von bürgerlichen Kräften dominiert. Die nach der Abdankung des Kaisers am 9. November 1918 einflussreichen deutschen Sozialdemokraten standen dem Gedanken, den deutsch-dänischen Zwist im heutigen Grenzland per Volksabstimmung zu lösen, offener gegenüber. Sie hatten aber Probleme, dies den eigenen Anhängern im Abstimmungsgebiet zu vermitteln. Die Moderation des Abends übernimmt Abteilungsleiter Axel Johnsen, Museum Sønderjylland. Der Eintritt kostet 50 Kronen, Mitglieder der veranstaltenden Vereine haben kostenlosen Eintritt. Es werden Kaffee und Kleingebäck für 10 Kronen angeboten.

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